Geldautomaten manipuliert

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Bereits in vier Fällen wurden im Landkreis Geldautomaten manipuliert.

Landkreis/Füssen – Die Füssener Polizei ermittelt nach eigenen Angaben derzeit im Fall von vier manipulierten Geldautomaten im südlichen Landkreis Ostallgäu. Demnach sollen bislang unbekannte Täter am Osterwochenende Geldautomaten in Biessenhofen, Roßhaupten, Schwangau und Lechbruck so bearbeitet haben, dass das herausgegebene Geld in einem falschen Verschluss des Geldausgabeschachtes stecken blieb. Der bisherige Schaden – fünf Euro.

„Cash-Trapping“ nennen Experten dieses Vorgehen, an dem sich am Osterwochenende auch im südlichen Ostallgäu Unbekannte versucht haben sollen. Beim „Cash-Trapping“ wird nach Angaben der Polizei über den Geldausgabeschacht des Automaten ein täuschend echter Verschluss geklebt, der innen mit einer Klebefolie versehen wird. Dieser verhindert dann die Ausgabe des Geldes ebenso wie den möglichen Wiedereinzug der Scheine. „Während in den meisten Fällen der Bankkunde eine Fehlfunktion vermutet und den Automaten verlässt, entfernt der Täter die angebrachte Blende und entfernt sich mit den daran festklebenden Geldscheinen“, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. 

Vier Automaten betroffen 

Mit dieser Masche sollen Unbekannte jeweils einen Automaten in Biessenhofen, Roßhaupten, Schwangau und Lechbruck bearbeitet haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen der ermittelnden Polizei untersuchte der Täter am Morgen des Folgetages, ob Geldscheine am Klebeband hängen geblieben waren. „Lediglich in einem Fall erlangte er eine Beute über fünf Euro“, so der Polizeisprecher. In den anderen Fällen seien die Taten aber bemerkt worden, bevor ein Schaden entstand. 

Die Polizei weist nun darauf hin: 

• Bleiben Sie nach Möglichkeiten am Automaten und lassen Sie sich auch nicht von einem hilfsbereiten Unbekannten davon weglocken. Berühren Sie den Automaten nicht weiter. 

• Bitten Sie andere Personen, einen Bankmitarbeiter zu verständigen oder rufen Sie per Handy die Servicenummer der Bank an. 

• Verständigen Sie außerhalb der Öffnungszeiten die Polizei. 

• Für Bankangestellte: Berühren Sie nach Möglichkeiten den Automaten nicht und rufen Sie im Falle einer tatsächlichen Manipulation unverzüglich die Polizei.

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