Schulräte verabschiedet, Roth übernimmt Amt

Zwei gehen, einer kommt

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Feierstunde im Schulamt des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren: (von links) Landrätin Maria Rita Zinnecker, Kaufbeurens OB Stefan Bosse, die scheidenden Schulamtsdirektoren Marina Elbert und Karl Wittek, der „Neue“ im Schulamt, Schulamtsdirektor Andreas Roth, Regierungsschuldirektor Willi Leopold und Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile.

Marktoberdorf – Generationswechsel im Staatlichen Schulamt des Landkreises Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren.

Mit Andreas Roth, bis vor kurzem noch Rektor der Grund- und Mittelschule Obergünzburg, wechselt ein Mittvierziger in die Schulaufsichtsbehörde am Landratsamt in Marktoberdorf. Gleichzeitig mit der Amtseinführung Roths verabschiedeten sich die langjährigen Schulamtsdirektoren Marina Elbert und Karl Wittek in einer offiziellen Feierstunde in den Ruhestand. Anlass für das staatliche Schulamt von Ostallgäu und Stadt Kaufbeuren, sich gemeinsam mit den Vertretern aus Regierung, Landkreis und Stadt sowie mit zahlreichen Schulleitern aus dem Kreis in der Aula der Mittelschule Marktoberdorf zu versammeln.

Die Stimmung war heiter und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in Lehrerzimmern und Seminaren machten die Runde. Die rechtlichen Leiter der Schulämter, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse dankten den zwei scheidenden Schulräten für ihr engagiertes Wirken für die Bildung in der Region. Zinnecker sprach als Erste aus, was viele hernach wiederholten: „Es ist uns nicht leicht gefallen, sie gehen zu lassen.“ Zwei, die sich um die Bildung im Ostallgäu und in Kaufbeuren verdient gemacht hätten. Dass dem weinenden Auge ein lachendes beistand, verdanke sie dem Umstand, dass mit Andreas Roth ein junger, ambitionierter und vielseitig erfahrener Pädagoge in das Schulamt nachrücke. Stefan Bosse zeichnete die Karriere von Wittek und Elbert nach, die beide im Ostallgäu aufgewachsen (in Kaufbeuren und Füssen) waren, dort und in Oberbayern an zahlreichen Schulen und zuletzt in der Schulaufsicht gewirkt hatten. Andreas Roth wünschte er Freude und Erfolg für die vor ihm stehende verantwortungsvolle Arbeit.

Aus zwei mach eins!

Den Umstand, dass zwei scheidenden Schulräten nun ein einzelner Nachfolger ins Amt folgte und das Schulamt künftig mit drei statt vier Schulamtsdirektoren Bildung und Lehre zu navigieren habe, mahnten beide politischen Vertreter an. Auch Regierungsschuldirektor Willi Leopold hoffte auf baldige Verstärkung. Er hieß Andreas Roth in der Schulbehörde willkommen und dankte den Jung-Pensionären für die gemeinsame Zusammenarbeit über viele Jahre.

Karl Wittek blickte in seinen Abschiedsworten zurück auf die Anfänge seiner Karriere als Lehrer, auf die zahlreichen Veränderung in und außerhalb der Klassenzimmer, in Pädagogik und Methodik und hob hervor, wie wichtig ihm während aller Lebensstationen die Verbindungen zu den Menschen gewesen seien. Wittek wie auch Marina Elbert, die seit 2006 am Schulamt tätig war, versicherten, den Ruhestand nun zu genießen und Rückfälle der Beschleunigung zu vermeiden.

Andreas Roth wechselte Anfang des Jahres zum Schulamt, von 2010 bis 2016 war er Schulleiter der Grund- und Mittelschule Obergünzburg gewesen, mit vielfältigen Aufgaben über den reinen Schulbetrieb hinaus. „Wir brauchen Sie im Schulamt“, versicherte ihm Landrätin Zinnecker.

Schulamtsleiterin Eva Severa-Saile führte durch die Feier. Sie wurde durch musikalische Auftritte der blue school band, der Schulband der Mittelschule Marktoberdorf sowie dem Chor der Grundschule Stötten begleitet, die dem „Neuen“ im Schulamt den entscheidenden Tipp mit auf den Weg gab: Schule sei mehr als Pauken und Plagen, sangen die Schüler. Mehr als lahme Stunden, denn „Schule ist - den Erdball erkunden. Schule ist mehr, immer mehr wissen als vorher.“

Von Angelika Hirschberg

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