Die Gennach wird belebt

Mit einem Spatenstich wurden kürzlich die Baumaßnahmen für die Renaturierung der Gennach gestartet.

Mit dem offiziellen Spatenstich wurden in der letzten Woche die Baumaßnahmen für die Renaturierung der Gennach zwischen Autobahn und Münchener Straße begonnen. Auf einer Länge von 400 Metern werden neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen am Gewässer gestaltet. Nicht zuletzt profitieren aber auch die Menschen von diesen Maßnahmen, denen das Gewässer wieder in natürlicher Form näher gebracht wird. Vor allem die Kinder auf dem Weg zum Gymnasium werden täglich mit einer in natürlichen Bahnen lebendig dahinsprudelnden Gennach in Kontakt kommen.

Wie Karl Schindele als Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kempten darstellt, haben mehrere Faktoren dazu geführt, dass diese Maßnahme durchgeführt werden kann. Grundsätzlich dient die geplante Renaturierung der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie 0 (EU-WRRL). Deren Ziel ist es, einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen. Trotz einer an sich guten Wasserqualität wurden bei der Bestandsaufnahme der Gennach durch die Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes Kempten Defizite für die Fischfauna und die Gewässerstruktur hinsichtlich typischer Kleinlebewesen wie z. B. Muscheln, Schnecken, Krebse und Insektenlarven festgestellt. Begünstigt wurde die Maßnahme durch den Umstand, dass die Stadt Buchloe mit dem Neubau des Gymnasiums Flächen am rechten Ufer der Gennach für eine Renaturierung zur Verfügung stellen konnte. Da die Gennach ein Gewässer der II. Ordnung ist, fällt die Ausbau- und Unterhaltungslast dem Freistaat Bayern vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten zu. Und damit auch die geschätzten Baukosten in Höhe von rund 100.000 Euro. Naturnahes Gewässer Wie bereits im Ortsteil Lindenberg sollen nun in Zusammenarbeit von Stadt und Wasserwirtschaftsamt unter Projektleiter Martin Mohr auf einer Länge von 400 m neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen am Gewässer gestaltet werden. Im Bereich des Gymnasiums Buchloe sind folgende Maßnahmen geplant, mit denen die beschriebenen Defizite verbessert werden sollen: • Der Lauf des Gewässers wird verlängert und in seiner Lage verändert, damit wieder Mäander entstehen können. • Die massiven Uferverbauungen werden entnommen. Dies lässt eine eigendynamische Gewässerentwicklung zu. Auf gewässerbegleitenden Flächen ist eine naturnahe Entwicklung möglich. • Zur Aufwertung von Lebensräumen im Uferbereich werden Wurzelstöcke eingebaut und vielfältige Strukturen geschaffen. • Die Renaturierungsmaßnahme ist nach einer voraussichtlichen Bauzeit von sechs Wochen abgeschlossen. Noch erforderliche Gehölzpflanzungen werden im Herbst 2012 und Frühjahr 2013 erfolgen.

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