Neue Obdachlosenunterkunft

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Das Gebäude in der Bachschmidstraße 2 wird zur Obdachlosenunterkunft umgebaut.

Kaufbeuren – Das Gebäude in der Bachschmidstraße 2 war als Asylbewerberunterkunft geplant. Da der Bedarf an solchen wegen des rückläufigen Stroms an Flüchtlingen derzeit nicht besteht, wird das Gebäude für die Unterbringung von Obdachlosen umgebaut.

Dies entschied der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Die Obdachlosenunterkunft in der Innere Buchleuthenstraße 18 sei laut Christian Mandl, Leiter der Abteilung Hochbau, nicht instand zu setzen.

Im Gebäude in der Bachschmidstraße sollen, wie bisher auch in der Inneren Buchleuthe, sowohl Frauen als auch Familien untergebracht werden. Im Erdgeschoss sind elf Wohn/-Schlafräume für die Unterbringung von Einzelpersonen sowie Gemeinschaftsräume zum Kochen und Essen, Waschen und Trocknen sowie Sanitärmöglichkeiten vorgesehen. Außerdem sind Abstellbereiche geplant. Im Obergeschoss sollen bis zu acht Wohnungen unterschiedlicher Größen für Familien entstehen. Jede Wohnung verfügt über eigene Sanitärräume und Küchenanschlüsse. Daneben könnte eine Kleinstwohnung als Betreuungsstelle genutzt werden. Für Wände und Türen ist eine massive Ausführung vorgesehen, auch die Sanitärbereiche sollen „vandalensicher und pflegeleicht“ gestaltet werden. Ulrike Seifert (Grüne) störte sich im Ausschuss über die Bezeichnung „vandalensicher“, da der Begriff eine bestimmte Personenengruppe bezeichne, was die Verwaltung zur Kenntnis nahm.

Derzeit lebten elf Personen in der bisherigen Unterkunft, sagte Bruno Dangel, Leiter des Ordnungsreferats, auf die Nachfrage von Ernst Schönhaar (CSU). Den Bedarf könne man schlecht festmachen, man solle Dangel zufolge allerdings nicht zu knapp planen, da die Stadt verpflichtet sei, Bürger der Stadt aufzunehmen. Oberbürgermeister Stefan Bosse bezeichnete es als „Puffer für Notsituationen“, wenn beispielsweise ein Haus abbrennt und die Bewohner daraufhin obdachlos werden.

Eine Kostenberechnung zum Umbau ist laut Mandl in Bearbeitung, er geht jedoch von mindestens einer halben Million Euro an Aufwendungen aus. Sollte der Bedarf an Flüchtlingsunterkünften wieder steigen, wäre in dem Gebäude auch die Belegung mit Flüchtlingen möglich, so Mandl.

von Martina Staudinger

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