„Wie eine zweite Stadtmauer“

Gerät der neue Kaufland-Supermarkt in Kaufbeuren zu hoch?

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Nicht die Schokoladenseite – aber auch noch nicht fertig gestellt: Die Fassade des neuen Kaufland-Supermarkes Am Hang/Mauerstettener Straße.

Kaufbeuren – Bei der Sitzung des städtischen Bauausschusses in der vergangenen Woche berichtete der CSU-Stadtrat Johannes Böckler, dass er von Mitbürgern gefragt wurde, ob das „mit dem Bau, insbesondere der Höhe des Baukörpers“ beim neuen Supermarkt Kaufland so seine Richtigkeit habe. Die Fassade wirke derzeit wie „eine zweite Stadtmauer“. Böckler bat den Baureferenten Helge Carl um Auskunft.

Carl sah sich nicht in der Lage, auf der Stelle zu antworten. Er meinte jedoch, er könne sich nicht vorstellen, dass hier gegen Abstimmungen und Projekte verstoßen wird. Allerdings sagte er zu, den Sachverhalt noch einmal zu prüfen und auch beim Bauherrn anzufragen.

Auch OB Stefan Bosse hielt derartige Regelverletzungen für sehr unwahrscheinlich. Er bot aber eine Einschätzung an, die auf Erfahrungen und psychologischen Erkenntnissen aus seiner Berufstätigkeit beruht: „Planungsdiskussionen im Stadtrat und auch die Bürgerbeteiligung an der Vorbereitung solcher Projekte können nur eine für jeden Betrachter sehr individuelle Vorstellung erwecken. Üblicherweise gibt es dann im Laufe des Baugeschehens Aufregung, wenn das erreichte Bauwerk anders wirkt, als Einige es sich vorgestellt haben“, meinte er und fügte hinzu: „Es war zudem immer klar, dass die Ansicht des Supermarktes an der Rückseite, also von Am Hang und der Mauerstettener Straße aus betrachtet, nicht die Schokoladenseite bietet. Allerdings ist aber diese Fassade noch nicht fertig errichtet und gestaltet. Und ein Rohbau sieht halt selten so richtig toll aus“.

Die Antwort auf die konkrete Frage nach der Bauhöhe wird sicherlich spätestens in der nächsten Ausschusssitzung erfolgen. Und wie der gesamte Bau – so, wie er geplant und auch errichtet wurde – am Ende wirkt, wird dann im nächsten Frühjahr klar. Bei der Eröffnung.

von Ingo Busch

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