Momentan genügend Betreuungsplätze geplant

Was wollen die Eltern wirklich?

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Bei Krippen- und Kindergartenplätzen scheint Buchloe in diesem Jahr auf der sicheren Seite zu sein. Es stehen ausreichend Plätze zur Verfügung. Unser Foto zeigt die Kita in Buchloe Ost.

Buchloe – Die Planung für die Krippen- und Kindergartenplätze ist nicht immer ganz einfach. Das mussten Buchloes Stadträte nach einer Elternbefragung feststellen. Auf Antrag von CSU und SPD sollte ermittelt werden, ob die Öffnungszeiten der Kitas als ausreichend erachtet werden. Ferner wollte man wissen, ob während der Ferienzeiten ein zusätzlicher Bedarf an Betreuung für die Kleinen besteht. Die Ergebnisse der anonymen Befragung lagen in der jüngsten Stadtratssitzung vor. Allerdings war die Rücklaufquote sehr gering. Von den 258 verschickten Fragebögen kamen nur ganze 86 ausgefüllt zurück. Das entspricht gerade einmal 33 Prozent.

Für einige Stadträte sind die gewonnenen Daten daher nicht so richtig aussagekräftig. Matthias Kögl (Freie Wähler) zweifelte wegen der geringen Beteiligung die Ergebnisse an. „Das spiegelt die Meinung nicht richtig wider“. Auch Hubert Zecherle (UBI) zog als Fazit bei den Öffnungszeiten, dass man bei dieser geringen Rücklaufquote gar nicht mehr über Kosten reden müsse. Monika Strohmayer (parteilos) interpretierte dagegen die geringe Rücklaufquote als Zeichen der Zufriedenheit. Auffallend sei die geringe Rücksendung der Fragebögen von Alleinerziehenden.

Zumindest bei der Zahl der Krippen- und Kitaplätzen scheint die Stadt in diesem Jahr auf der sicheren Seite zu sein. Bisher liegen für die Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren 105 Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr vor. Der Bestand an Krippenplätzen beläuft sich auf 111.

Bei den über Dreijährigen lagen im März 349 Anmeldungen vor. 361 Kindergartenplätze hat die Stadt im Angebot. Dazu kommen im Kindergartenjahr 2017/2018 noch einmal 25 Plätze, die im Container am Schrannenplatz untergebracht werden können. Kämmerer Dieter Streit verwies auf die Erfahrungen der Vergangenheit. Man könne im laufenden Betreuungsjahr mit mindestens 20 weiteren Nachmeldungen aus Zuzügen rechnen.

Bei den täglichen Öffnungszeiten der Kinderkrippen wünschen sich nur vier Eltern beziehungsweise Alleinerziehende eine Ausweitung. Für die über Dreijährigen melden immerhin zehn Eltern Wünsche nach längeren Öffnungszeiten an. Speziell für Lindenberg hatten 20 Eltern beziehungsweise Alleinerziehende den Wunsch nach längeren Betreuungszeiten geäußert, die über die Öffnungszeiten der Lindenberger Kita (7.15 bis 15 Uhr) hinaus gehen.

Aussagefähiger als bei den täglichen Öffnungszeiten war die Befragung nach den Schließzeiten in den Ferien. Immerhin meldeten 43 Eltern von den unter dreijährigen Kindern den Wunsch an, ihre Kinder auch in Ferienzeiten betreuen zu lassen. Bei den über Dreijährigen waren es 55 Eltern oder Alleinerziehende.

Gegenwärtig schließen Buchloes Kindergärten für zwei Wochen in den Pfingstferien und drei Wochen in den Sommerferien im August. Auch zwischen dem 26. Dezember und dem 6. Januar bleiben die Einrichtungen geschlossen, ebenso wie am Rosenmontag und Faschingsdienstag. Dazu kommen Schließungen an Teamtagen, Brückentagen oder auch bei Betriebs­ausflügen.

Unverhandelbar scheint die dreiwöchige Schließung während der Sommerferien zu sein. „Auch Kinder brauchen einmal Ferien vom Kindergarten“, sagte Elfriede Klein von den Grünen. Kämmerer Dieter Streit schlug vor, die Kitas und Krippen während der Pfingstferien und über Karneval offen zu halten. Für ihn ist das schon ein großer Schritt für eine Qualitätsverbesserung.

Buchloes Stadtrat beschloss nach eingehender Diskussion, die gewünschten täglichen Öffnungszeiten im Rahmen der nächsten Kindergartenanmeldung für das Jahr 2018/2019 abzufragen.

Schon im kommenden Kindergartenjahr könnten die Kitas und Krippen an Pfingsten und über die Faschingstage geöffnet bleiben. Zunächst müssen aber noch die Kindergartenleitungen einbezogen werden. Zu klären sei auch, ob nur ein Kindergarten oder mehrere in den Ferien geöffnet werden. Welche Probleme ergeben sich aus der unterschiedlichen Trägerschaft der Kitas? Auch die Mehrkosten müssen vor einer endgültigen Entscheidung ermittelt werden. Auf die Eltern kämen nach jetzigem Stand keine Mehrkosten zu, da sie einen jährlichen Beitrag bezahlen.

von Siegfried Spörer

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