Pro und Contra Zwischenstufen

Geringes Interesse der ESVK-Fans an Infoveranstaltung – „Keiner will und brauch die Zwischenstufen“

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Simon Wißmiller (2.v.r.) von der Initiative „Bessere Sicht im Eisstadion Kaufbeuren und der ESVK-Fanbeauftragte Robert Tschierer (rechts im Bild) folgten der Einladung des Kommunalunternehmen Eisstadion Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Vor rund einem Monat wurden auf den beiden ober­en Tribünenreihen im Block Q der erdgas schwaben arena provisorische Zwischenstufen eingebaut. Nun konnten sich vergangene Woche Interessierte nochmals selbst ein persönliches Bild davon machen.

Ganz wenige folgten allerdings der öffentlichen Einladung des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren.

Neben einigen Stadt­räten war nur eine Handvoll Fans da, darunter auch Simon Wißmiller von der Initiative „Besser Sicht“ und ESVK-Fanbeauftragter Robert Tschierer.

„Die neuen Zwischenstufen verändern jetzt nicht den Winkel der Stufen, aber ich finde es auf den ersten Blick schon besser“, sagt Simon Wißmiller, der sich vehement für eine bessere Sicht im Stadion stark macht. „Wir können nun variabler stehen, dadurch ist auch die Qualität besser.“ Die neuen Zwischenstufen wurden nicht nur getestet, sondern es entstand auch gleich eine Diskussion über das „Für und Wider“. ESVK-Fanbeauftragter Robert Tschierer ist klipp und klar dagegen: „Wir haben uns in unserem Block seit drei Jahren damit schon längst arrangiert. Die Kleinen stehen vorne und die Größeren dahinter. 

Gemecker

Klar, nicht jeder ist zufrieden. Einige meckern immer. Doch der Großteil hat sich damit abgefunden.“ Ihn erinnern die Zwischenstufen an die Stadien in Ravensburg und Rosenheim. „Da ist es eng, keiner kommt mehr vorbei. Für mich ist das nichts“, winkt er ab. Tschierer wird aber noch deutlicher: „Es ist reine Zeit- und Geldverschwendung. Das Geld kann auf der anderen Seite besser gebraucht werden“, verweist er dabei auf die Jugendarbeit des ESVK.

Seit Wochen sind die Zwischenstufen zwar durchaus Dauerthema, viele schütteln allerdings mit dem Kopf. Es entsteht sogar eine regelrechte Abneigung. Markus Pferner spürt besonders den Gegenwind von den ESVK-Fans aus der Heimkurve. „An mich sind drei Fanbeauftragte herangetreten, die das nicht wollen. Allerdings geht es uns in erster Linie darum, alle Fans zufriedenzustellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren im Kreisbote-Interview.

Fakt ist: Bis Saisonende soll das Provisorium nun erst einmal bleiben. 

Es besteht aus Brettschichtholz. Bei der endgültigen Lösung soll das Material dann aus Beton oder Stahl sein, Farbe und Form blieben ähnlich.

Eine Umfrage unter Fans und Zuschauern, am besten bei einem ausverkauftem Haus, soll zudem Klarheit geben, ob und wenn ja, in welchen Bereichen die Zwischenstufen eingebaut werden sollen. „Erst dann kann eine Ausschreibung erfolgen. Je später, desto schwieriger wird es sein, die Baumaßnahme bis zur nächsten Saison fertigzubekommen“, machte Pferner deutlich. Zumindest hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr grünes Licht für den Einbau der Zwischenstufen gegeben. Die Kosten seien im Wirtschaftsplan enthalten, so Pferner.

Doch das spielt für den ESVK-Fanbeauftragten Robert Tschierer keine Rolle. „Keiner will und brauch die Zwischenstufen.“

Stefan Günter

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