Diskussion über Änderung der Straßenführung in Marktoberdorf

Innenstadtbelebung – Aber wie?

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Der Bereich der Georg-Fischer-Straße östlich des Marktplatzes „kränkelt“ bereits seit Längerem. Die Stadt Marktoberdorf erwägt derzeit, einen Teil der Fußgängerzone für den Pkw-Verkehr zu öffnen, um wieder mehr Leben in die Straße zu bringen.

Marktoberdorf – Das Geschäftssterben in der Marktoberdorfer Innenstadt beschäftigt die Stadt bereits seit Längerem. Besonders davon betroffen ist die östlich vom Marktplatz abgehende Georg-Fischer-Straße.

Derzeit wird im Stadtrat über eine mögliche Änderung der Straßenführung im Innenstadtbereich diskutiert, die für eine stärkere Frequentierung der Geschäfte sorgen könnte. Der Stadtrat setzt sich derzeit mit Überlegungen zu einer Änderung der Straßenführung im Innenstadtbereich auseinander. 

Grund hierfür ist ein seit Jahren zu beobachtendes Geschäftssterben in der Georg-Fischer-Straße, die mittlerweile besorgnis-erregende Leerstände aufweist. „Es besteht Einigkeit darüber, die Georg-Fischer-Straße im Bereich Ost beleben zu wollen“, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Jetzt stelle sich die Frage nach dem ,wie’. Eine Änderung der Straßenführung rund um den Marktplatz könnte dafür sorgen, dass in diesem Bereich die Frequentierung der anliegenden Geschäfte durch mehr Durchfahrtmöglichkeiten zunimmt.

Soweit die Theorie. Bereits zwölf Jahre zuvor hatte es hierzu einen Antrag gegeben. Jetzt sei es an der Zeit, die Sache neu zu überdenken, da sich die Situation in der Georg-Fischer-Straße nach Meinung der SPD-Fraktion weiter verschärft habe, begründete Fraktionssprecher Erich Nieberle den Antrag der SPD auf eine zeitlich begrenzte, probeweise Öffnung eines Teils der Fußgängerzone für den Straßenverkehr. Hier könne man mit geringen finanziellen Mitteln möglicherweise eine Verbesserung erreichen. 

Eine Variante, die Ausfahrt von der Georg-Fischer-Straße über die Salzstraße zu ermöglichen, stellte die SPD mit ihrem Antrag vor. Ob eine Änderung der Straßenführung die richtige Maßnahme ist, um die Innenstadt zu beleben, darüber herrschte im Stadtrat Uneinigkeit; ebenso darüber, wie eine mögliche Umsetzung konkret aussehen könnte. 

Stadtrat Stefan Elmar gab zu bedenken, dass es sich hierbei um eine verkehrstechnisch schwierige Stelle handle, die vermutlich kaum ideal zu lösen sei. Ob mit der Maßnahme tatsächlich eine Innenstadtbelebung erreicht werden kann, könne vorweg kaum beurteilt werden. Zudem sei es wünschenswert, ein Gesamtkonzept zur Innenstadtbelebung zu erarbeiten, anstatt lediglich Einzelmaßnahmen zu prüfen. „Eine probeweise Öffnung „wäre aber einen Versuch wert“, so Elmer. 

Der Antrag der SPD wurde mit 13 zu elf Stimmen knapp abgelehnt. Dennoch ist das Thema noch nicht endgültig vom Tisch. Der Stadtrat will nun über eine Alternativlösung beraten: die bisherige Einbahnstraße Georg-Fischer-Straße Ost auf die Ausfahrt VR-Bank zu leiten und die Salzstraße zu öffnen, um ebenfalls linksabbiegend über die VR-Bank-Ausfahrt geleitet zu werden. von Sabrina Hartmann

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