Geschlossen hinter Standort

Gemeinsamer Auftritt für den Schulstandort Bad Wörishofen-Kaufbeuren: Michael Dodel (v.l., Fachlehrer Physiotherapie), Klaus Holetschek, Stefan Bosse, Staatssekretär Franz Pschierer, Annette Kersting und Schulleiter Joachim Rauch.

Bereits zum Wintersemester 2014 könnte eine neue Fachhochschule Kaufbeuren-Bad Wörishofen als Außenstelle der Fachhochschule Kempten ihren Betrieb aufnehmen. Dies ist zumindest der Wunsch der beiden Bürgermeister Klaus Holetschek (Bad Wörishofen) und Stefan Bosse (Kaufbeuren), die vergangene Woche zu einem Gespräch mit Staatssekretär Franz Pschierer, der Bundesgeschäftsführerin des Kneipp-Bundes Annette Kersting und dem Schulleiter der Kneippschule, Joachim Rauch, in Bad Wörishofen zusammengekommen waren.

Für Stefan Bosse, der nach dem Bescheid zur Schließung des Bundeswehrstandorts Kaufbeuren nun nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für das dortige Gelände suchen muss, sind die ehemaligen Gebäude mit 251 Hör- und Lehrsälen „geradezu prädestiniert“ zur Schaffung eines neuen Schul- standortes. „Ich sehe darin große Chancen für die Gesundheitsregion Allgäu. Mit Bad Wörishofen haben wir einen deutschlandweit bekannten Markennamen in Verbindung mit dem Projekt“, so Bosse. Das Schwerpunktthema der neuen Ausbildungsrichtung, die in der geplanten Außenstelle entstehen soll, wird „Gesundheit und Generationen“ sein (wir berichteten). Der bayerische Finanzstaatssekretär Franz-Josef Pschierer machte im Rahmen der Gespräche deutlich, dass der neue Studiengang „in keiner Konkurrenz zur Hochschule in Kempten“ stünde und ein „Alleinstellungsmerkmal für die Region“ darstelle. Zusammen mit der Kneippschule in Bad Wörishofen könne das vorhandene Bildungsangebot genutzt und weiter ausgebaut werden. Auch der Leiter der Kneippschule Joachim Rauch sieht in der neuen Ausbildungsrichtung gute Chancen für die zukünftige Schulentwicklung. „Der Standort Kaufbeuren ist für uns sehr günstig, wir sind bereit, unser know-how einzubringen und würden uns freuen, wenn wir frühzeitig in die Planung mit einbezogen werden.“ Auch der Kneipp-Bund und der bayerische Heilbäderverband stünden hinter dem Projekt. Nachdem der Hochschulrat dem Projekt bereits zugestimmt hat, hängt es nun von dem Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch ab, wie schnell die neue Ausbildungsrichtung realisiert werden kann.

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