Über 600 Personen müssen noch angerufen werden

Bitte auf nicht notwendige Nachfragen verzichten

Amtshilfe durch Soldaten
+
Auch Soldaten der Bundeswehr helfen wieder bei der Nachverfolgung von Infektionsketten von dem Coronavirus.

Landkreis – In den vergangenen Wochen sind die Corona-Neuinfektionen im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren stark angestiegen. Obwohl die Zahl der Mitarbeiter im Gesundheitsamt weiter aufgestockt wurde, können nicht alle Erkrankten am selben Tag angerufen werden. Die 7-Tages-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 837,2 für den Landkreis und bei 555,3 für die Stadt Kaufbeuren. Ein Ende der hohen Infektionszahlen ist noch nicht absehbar.

„Die Werte sind stimmig und tagesaktuell, da wir jeden uns gemeldeten positiven Fall sofort in die entsprechenden Systeme eingeben und an das Bayerische LGL und das Robert-Koch-Institut (RKI) weitergeben“, teilt die Gesundheitsbehörde im Landratsamt Ostallgäu mit. Es ist dort aber aufgrund der Vielzahl der neuen Fälle zurzeit nicht mehr möglich, alle Infizierten noch am selben Tag anzurufen und zu informieren. Über 600 Personen müssen derzeit noch kontaktiert werden.

Das Gesundheitsamt bittet daher dringend darum, auf Nachfragen zu verzichten, da eine schnellere Abarbeitung momentan nicht möglich ist und eine Antwort wertvolle Zeit kostet.

Viele Fragen sind auf der Internetseite der Behörde beantwortet.

Die Regeln sind einfach

„Wir werden alle Infizierten kontaktieren. Das kann aber zum derzeitigen Stand mehrere Tage dauern. Die Verhaltensregeln bis dahin sind jedoch einfach und in wenigen Grundsätzen erklärt: Ab Symptombeginn oder bei symptomlosen Personen ab positivem PCR-Test gilt es, sich 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Sollten Symptome im weiteren Verlauf auftreten, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder den ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117“, erklärt die Gesundheitsbehörde weiter. Innerhalb der 14 Tage wird ein Anruf durch das Gesundheitsamt erfolgen.

Nach der Priorisierungs-Strategie des Gesundheitsministeriums werden Kontaktpersonen nicht mehr durch das Gesundheitsamt verständigt, sondern durch den Infizierten selbst. Das Gesundheitsamt kann sich dadurch auf Situationen mit hohem Infektionspotenzial beziehungsweise mit Beteiligung von Personen, die einer Risikogruppe angehören, konzentrieren.

Um die derzeitige schwierige Lage im Griff zu behaltenen, versucht das Gesundheitsamt von allen Seiten das Personal aufzustocken. Aktuell sind in der Fallermittlung (dem sogenannten Contact Tracing Team - CTT) rund 50 Mitarbeiter eingesetzt, darunter auch Unterstützung aus dem Landratsamt, von Bundeswehr und Polizei. Der wieder für ganz Bayern festgestellte Katastrophenfall hilft dabei, diese Unterstützung zu bekommen.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auf Gelbe Säcke wartet man momentan vergebens
Kaufbeuren
Auf Gelbe Säcke wartet man momentan vergebens
Auf Gelbe Säcke wartet man momentan vergebens
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: 2G im Einzelhandel
Kaufbeuren
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: 2G im Einzelhandel
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: 2G im Einzelhandel
Verkehrsunfälle im Dienstbereich der PI Marktoberdorf
Kaufbeuren
Verkehrsunfälle im Dienstbereich der PI Marktoberdorf
Verkehrsunfälle im Dienstbereich der PI Marktoberdorf
Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nicht mehr in jedes Geschäft
Kaufbeuren
Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nicht mehr in jedes Geschäft
Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nicht mehr in jedes Geschäft

Kommentare