Einwände von Bürgern abgewiesen

Plus drei Hektar

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Das Gewerbegebiet in Marktoberdorf-West wird nördlich des Siemensringes erweitert. Rechts der Straße (gelb) das Grundstück, das für den Galvanikbetrieb vorgesehen ist.

Marktoberdorf – Von einem „wesentlichen Baustein in unserer Stadtentwicklung“ spricht Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell: Die Worte münzt er darauf, dass nunmehr das Verfahren zur Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebietes abgeschlossen ist. Es wächst um drei Hektar. Die Grundstücke befinden sich nördlich des Siemensringes, der wiederum im Süden mit zwei Einmündungen an die B 472 angebunden ist, die von Geisenried nach Schongau führt.

Die ausgewiesene Fläche soll von einem ortsansässigen Betrieb und „in beschränktem Umfang“ von weiteren Interessenten genutzt werden, führte Marion Schmidt vom Bauamt auf der Stadtratssitzung in das Thema ein. Bei dem Gewerbe handelt es sich um den Galvanikbetrieb Hübner.

Dass die Firma dort eine 15 Meter hohe Halle errichten möchte, führte zum Einwand eines Bürgers in der öffentlichen Auslegung. Dieses Gebäude überrage die bestehenden Hallen, die südlich von Hattenhofen schon bestehen. Es sei „ein Betonklotz, der die Landschaft verschandelt“, monierte der Bürger die Planung. Dem entgegnet die Stadt, die Firma Hübner brauche für die Produktion und für die Installation eines Kranes diese Höhe bis zum Dach.

Von einer „starken Beeinträchtigung der Wohn- und Lebensqualität“ sprach ein anderer Bürger. Zusätzliche Belastungen durch Lärm, Staub und Geruchsentwicklung oder Beleuchtung sollten so gering wie möglich gehalten werden. Auch äußerte er die Bitte, die Höhe der Halle auf zehn Meter zu reduzieren.

Ein dritter Bürger kritisierte die Auswirkung auf das Landschaftsbild, aber auch die Gebäudehöhe. Dies führe zu einem „nicht mehr hinnehmbaren Wertverlust des Grundbesitzes“. Doch all diese Einwände der Bürger sind vom Marktoberdorfer Stadtrat in der Abwägung zurückgewiesen worden.

Stadtplaner Erik Jahn vom Büro Sieber in Lindau erwähnte auch die Stellungnahme der Regierung von Schwaben. Die Behörde erklärte, statt dieser Erweiterung im Stadtgebiet woanders Gewerbeflächen zu schaffen. Doch habe man keinen alternativen Standort gefunden. Dem Landratsamt Ostallgäu war der Hinweis wichtig, die Versiegelung gering zu halten. „Altlastenverdächtige Ablagerungen“ seien auf den Flächen nördlich des Siemensringes nicht vorhanden.

Mit dem Satzungsbeschluss des Stadtrates ist die inzwischen neunte Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes für das Gewerbe- und Industriegebiet Marktoberdorf-West jetzt quasi „durch“. Es seien keine inhaltlichen Kriterien gegeben, die zu einer erneuten Auslegung führen, erklärte Schmidt.

jj

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