Gewerbeverein Buchloe zieht Jahresbilanz – Geschenkgutscheine sind ein Renner

Kaufkraft bleibt in der Stadt

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Schlagkräftig und strategisch gut ausgerichtet ist der Vorstand des Buchloer Gewerbevereins: Niko Stammel (1. Vorsitzender, v. li.), Richard Reuter (Kassier), Mandy Schumacher (Schriftführerin) und Michael Greif (2. Vorsitzender).

Buchloe – Die Geschenkgutscheine des Gewerbevereins, die es nun seit zehn Jahren gibt, sind weiterhin ein Renner in der Stadt. Diese erfreuliche Nachricht konnte Niko Stammel als Vorsitzender des Buchloer Gewerbevereins seinen Mitgliedern auf der diesjährigen Generalversammlung verkünden.

Der Kassier des Vereins, Richard Reuter, belegte dies dann mit eindrucksvollen Zahlen. Zum Stichtag am 3. Oktober betrug der verkaufte Gutscheinwert 84.000 Euro. Damit nicht genug: allein im letzten Monat kamen weitere 20.000 Euro hinzu, die man schon dem Weihnachtsgeschäft zurechnen könne. „Das ist Kaufkraft, die in unserer Stadt bleibt“, betonte Richard Reuter. Er habe auch festgestellt, dass vermehrt Geschenkgutscheine von Bewohnern aus dem Umland erworben werden.

Die Geschenkgutscheine, die man in Stückelungen von fünf, zehn, 20, 25 und 50 Euro kaufen kann, sind inzwischen zum Aushängeschild des Gewerbevereins geworden, sagte Niko Stammel. Zukünftig soll es die Geschenkgutscheine auch in Buchloer Geschäften zu kaufen geben. Bislang waren sie nur bei der Sparkasse und der Volkshochschule zu den üblichen Öffnungszeiten zu erwerben.

Die Geschenkgutscheine sind ein wichtiger Teil der „buy local-Strategie“ der Buchloer Gewerbetreibenden aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Handwerk. Denn sie tragen letztlich zur Existenzsicherung der Betriebe und Unternehmen bei. Jeder Euro, der in der Stadt verbleibt, sichert Arbeitsplätze und Steueraufkommen.

So war dann auch das Thema Kaufkraft eines der Kernthemen, mit dem sich die Mitgliedsfirmen ausführlich auf ihrer Generalversammlung im Café Morizz beschäftigten. Der Konkurrenz aus dem Internet könne man nur begegnen, wenn man ein breites und attraktives Warenangebot anbieten könne, betonte der 2. Vorsitzende des Vereins, Michael Greif: „Wir werden noch mehr kämpfen müssen“. Die Vorteile des örtlichen Einzelhandels, die das Internet nicht bieten könne, seien Beratung, Qualität und vor allem auch Service. „Dieses Bewusstsein bei der Bevölkerung müssen wir stärken“, sagte Greif, der selbst ein Geschäft in der Bahnhofsstraße betreibt.

Einkaufen als Erlebnis

Buchloe sei eine lebenswerte und attraktive Stadt, stellte Stammel fest. Eben zu dieser Attraktivität gehöre auch eine breite Palette an Einkaufsmöglichkeiten, erstklassige Gaststätten, zuverlässige Handwerksbetriebe und solide Dienstleistungsunternehmen. Dafür stehe der Gewerbeverein. „Wir unterstützen die Stadtentwicklung so mit allen Kräften.“ Manfred Beck, Buchloes 2. Bürgermeister, hörte es gerne. Stammel betonte weiter, man mache Einkaufen zum Erlebnis und habe für alle Fragen die kompetenten Ansprechpartner vor Ort.

Zeigen Flagge

Stammel verwies auch auf die Veranstaltungen des Gewerbevereins: „Unsere Aktionen sind beliebt in der Stadt. Wir zeigen damit auch im Umland Flagge. Die Menschen kommen gerne nach Buchloe“. Zu den Events gehört der jährliche Christkindl-Markt, die lange Nacht der Lichter, die in diesem Jahr unter dem Motto „Sternennacht in Buchloe“ steht. Ein Riesenerfolg sei in diesem Jahr auch die Lange Sommernacht gewesen, die man unter dem Motto „1001 Nacht“ veranstaltet habe.

Finanziell geht es dem Gewerbeverein gut. „Man ist wieder in der Spur“, sagte Kassier Richard Reuter, nachdem in den letzten Jahren die Kosten für die Veranstaltungen teilweise aus dem Ruder gelaufen waren. Im letzten Jahr habe der Gewerbeverein ein leichtes Plus erwirtschaftet. Rund 15.000 Euro seien eingenommen worden, die Ausgaben hätten bei knapp 14.000 Euro gelegen. 80 Firmen und Betriebe gehören dem Gewerbeverein an.

Wegen des Stadtfestes, das vom Gewerbeverein aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht veranstaltet wurde, finden inzwischen „Sondierungsgespräche“ mit der Stadt und den Buchloer Vereinen statt. Stammel kündigte an, man wolle auf alle Fälle mit dabei sein.

Hotspots für WLAN

„Es wäre schön, wenn wir auf unserer Haupteinkaufsmeile Bahnhofstraße Hotspots für einen durchgehenden kostenlosen WLAN-Empfang hätten“, regte Buchloes 2. Bürgermeister Manfred Beck an. Beck ist Vorreiter und Kämpfer für einen kostenlosen WLAN-Empfang in der Stadt, zumindest in Bereichen, wo sich viele Menschen treffen. Für Beck gehört es einfach dazu, hier mit der Zeit zu gehen. Er gab allerdings zu, dass auch im Rathaus hin und wieder die Sinnfrage komme, wozu man dies brauche. Viele Unternehmen in der Bahnhofsstraße würden inzwischen bereits kostenloses WLAN anbieten. „Das Thema ist bei uns angekommen“, sagte Niko Stammel, dessen Unternehmen selbst bereits den kostenlosen WLAN-Empfang anbietet. Auch bei vielen Gastronomiebetrieben gehöre kostenloses WLAN heute bereits zum Standard.

von Siegfried Spörer

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