"G’feirat weat so langs de Leit g’fällt"

Unter den zahlreichen Teilnehmern des Festzuges in Obergünzburg präsentierten am Sonntagnachmittag auch D’Obermindeltaler Willofs ihre besten Schützen. Foto: Simm

Treffsicherheit ist beim 89. Freischießen von den aktiven Schützen gefordert. Über das Rahmenprogramm von der zünftigen Eröffnung über den prachtvollen Festzug bis zu den Bands im Zelt freuen sich viele tausend Besucher aus nah und fern.

„Mit dem Freischießen hat in Obergünzburg die fünfte Jahreszeit begonnen“, unterstrich Bürgermeister Lars Leveringhaus. Dies wurde schon bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier am Freitagabend auf dem Marktplatz deutlich. Das Blasorchester Obergünzburg sorgte mit Märschen und anderen Stücken für den Rahmen. Optischer Höhepunkt für die Gäste waren die beiden Darbietungen des Trachtenvereins. „Wir fühlen uns mit dem Freischießen der Tradition verpflichtet“, erklärte der Bürgermeister und würdigte die Verdienste der Ehrenamtlichen für die Vorbereitung und Durchführung des Festes. Ferner hob Leveringhaus die Bedeutung der Jugendarbeit in den Schützenvereinen hervor. Neben „sportlichen Fertigkeiten, Gemeinschaftsgeist und Verantwortungsbewusstsein werde auch Heimatverbundenheit“ vermittelt. Die „Kombination aus Sport, Kameradschaft und Gemütlichkeit“ beim Freischießen lobte Thomas Kreuzer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, in seinem Grußwort. „Das Freischießen ist weit über das Allgäu hinaus ein Begriff“, betonte Kreuzer nachdrücklich. Krönung der Festtage war wieder der Festzug mit fast 1800 Mitwirkenden aus Musikkapellen und Schützenvereinen. Groß und Klein waren begeistert. Besonders die Schützenkönige der Vereine zogen die Blicke auf sich. Neben dem Tragen der begehrten Schützenkette wurde ihnen die Ehre zu teil, unter eigens für diesen Anlass von fleißigen Floristenhänden gewundenen Kränzen zu schreiten. Mehrere tausend Zuschauer säumten die Straßen im Herzen von Obergünzburg. Passend zum Anlass waren viele im Publikum ebenfalls in Tracht gekleidet. Der Schießbetrieb für die aktiven Schützen läuft diese Woche noch in den Schützenheimen der Guntia und der Feuerschützen in Obergünzburg weiter. Für die Besten winken eine Vielzahl von attraktiven Sach- und Geldpreisen. Im Zelt auf der Rössleweise wird noch zum Wochenende ein abwechslungsreiches Programm geboten. Partystimmung herrscht am Mittwochabend, 31. August, ab 20 Uhr mit der Band „Alpen-Mafia“. Der Günztaler Trachtenverein veranstaltet am Donnerstag, 1. September, ab 19.30 Uhr ein Preis-Schafkopfen. Unterhaltsam wird es am Freitag, 2. September, um 20 Uhr mit der Band „Face“. Mit der Show-Band „Dolce Vita“ und einem Brillant-Feuerwerk klingt am Samstag, 3. September, das 89. Freischießen in Obergünzburg stimmungsvoll aus. Neben dem Zelt ist auch wieder ein kleiner Vergnügungspark mit Autoskooter, Kettenkarussell sowie einigen Buden aufgebaut.

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