Landrätin Zinnecker will kämpfen

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Hinter dem Stand des Streueprojekts steht ein leichter Traktor mit bodenschonender Doppelbereifung und Doppelmessermähwerk, das die Wiesenbewohner bei der Mahd verschont.

Landkreis – Einen Thementag zum „50-Höfe-Programm“ hat Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) als Vorsitzende des Zweckverbandes Allgäuer Moorallianz am Elbsee ausgerichtet. Mit diesem Programm wurden in den vergangenen fünf Jahren Maschinenanschaffungen zur Streuwiesenbewirtschaftung gefördert.

Bei einer Maschinenausstellung, Vorträgen und einer abschließenden Aussprache zwischen Landwirten, Naturschutz und Politik wurde nochmals deutlich, wie diese Förderung durch den gezielten Einsatz der Fördermittel landwirtschaftliche und naturschutzfachliche Ziele in Einklang brachte. „Das 50-Höfe-Programm hat zahlreiche wertvolle Impulse in die Region gegeben“, so Zinnecker. „Durch die Förderung konnten sich viele Landwirte neu positionieren und sich ein wichtiges Standbein für die Zukunft aufbauen.“

Da die Errungenschaften zum Abschluss des Programms nochmals herausgestellt und gleichzeitig um ein dauerhaftes Förderprogramm geworben werden sollten, veranstaltete die Moorallianz unter Leitung von Landrätin Zinnecker einen Thementag zum „50-Höfe-Programm“ am Elbsee. Nach der Begrüßung durch Zinnecker führte Sepp Freuding, ehemaliger Leiter des Landschaftspflegeverbandes Ostallgäu, durch eine Ausstellung mit geförderten Spezialmaschinen. Hier konnten neben Mähgeräten wie Motormähern und großen Doppelmessermähwerken auch Berge-, Lagerungs- und Einstreutechnik sowie Mistver­edelungs- und Ausbringungsmaschinen begutachtet werden.

Hohe Investitionen

Im Anschluss ging Zinnecker im Saal des Elbsee-Restaurants näher auf das Förderprogramm ein und erklärte die Absicht hinter dem Sonderprogramm. Sie zeigte den Verlauf innerhalb der fünf Jahre auf, wonach mit einer Fördersumme von knapp 330.000 Euro Investitionen von über einer Million Euro ermöglicht wurden.

Im Anschluss daran legte Bruno Bernhard von der zuständigen Förderbehörde, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten, dar, wie die Förderkonditionen zustande gekommen waren. Mit der Integration des „50-Höfe-Programmes“ in das Bayerische Sonderprogramm Landwirtschaft BaySL nannte er auch eine Möglichkeit, wie die Förderung auch in Zukunft erhalten werden könnte. Beate Krettinger, Leiterin der Koordinierungsstelle Bayern beim Deutschen Verband für Landschaftspflege DVL, warf in ihrem Grußwort einen überregionalen Blick auf das erfolgreiche Förderprogramm im Allgäu und betonte die auch aus ihrer Sicht hohe Relevanz für die Landschaftspflege.

Seitens der überregionalen Politik bezog Angelika Schorer (CSU), Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im bayerischen Landtag, Stellung zum Programm. Zwar verdeutlichte auch sie ihre hohe Wertschätzung. Sie stellte allerdings auch klar, dass eine Verstetigung des „50-Höfe-Programmes“ im Jahr 2017 aufgrund fehlender Mittel im Haushalt nicht realisierbar sei. Sie versicherte jedoch, sich für eine Fortführung des Förderprogrammes nach 2017 einzusetzen.

Landwirte für Programm

In der abschließenden Aussprache zwischen Landwirten, Vertretern des Naturschutzes und der Politik wurde deutlich, wie sehr das „50-Höfe-Programm“ geschätzt wird. Zahlreiche Landwirte äußerten ihr Bedauern über das Auslaufen der Förderung. Gerade in diesen für Milchviehbetriebe schwierigen Zeiten ermögliche eine solch gelungene Landschaftspflege-Förderung ein zusätzliches Standbein.

Landrätin und Verbandsvorsitzende Zinnecker nahm daraus die Handlungsaufforderung mit, sich auch weiterhin für die Landschafts- und Streuwiesenpflege im Allgäu stark zu machen.

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