Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr

Immer einsatzbereit im Dienst der Menschen: Die FFW Buchloe hier beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens im vergangenen Jahr.

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Buchloe. Auf der 140. Generalversammlung zogen sowohl Thomas Ogiermann als 1. Kommandant und Kreisbrandmeister als auch der 1. Vorstand Günter Forstner eine Bilanz des Jahres 2011. Etwa 130 Mitglieder und Gäste waren der Einladung in das Kolpinghaus Buchloe zum mittlerweile schon traditionellen Termin gefolgt. In einer anspruchsvollen Präsentation wurden die statis- tischen Daten der Einsatzkräfte sowie die Ereignisse des Vereinslebens dargeboten. Zahlreiche Ernennungen und Ehrungen standen ebenso auf der Tagesordnung wie die Grußworte von Gästen.

Der Vorstand begrüßte neben den Mitgliedern unter anderem auch Bürgermeister Josef Schweinberger, diverse Stadträte, Stadtpfarrer Reinhold Lappat und den Leiter der Polizeiinspektion Buchloe sowie Vertreter von benachbarten Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Während seines Berichts blickte Forstner in einer Rückblende auf die Vereinsgründung am 24. Juni 1871, der ein Großbrand im Jahre 1849 zugrunde lag. In den 140 Jahren ihres Bestehens hat die Freiwillige Feuerwehr Buchloe mehrfach Veränderungen und Anpassungen erlebt. Doch der Stellenwert in der Gesellschaft ist nach wie vor anerkannt hoch und sorgt für einen stabilen Mitgliederbestand. Nachdem elf neue Mitglieder gewonnen werden konnten, gehört die FFW mit 126 aktiven und 496 passiven Mitgliedern sowie zehn Ehrenmitgliedern zum Kreis der größten Vereine in Buchloe. Zahlen und Ausblick Die im Jahresbericht des 1. Kommandanten dargestellten Zahlen sprechen für sich: mit 125 Einsätzen mit insgesamt 2.503 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zeigt sich gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung. Hinzu kommen Stunden für Ausbildung, Lehrgänge und Übungen. Der Schwerpunkt der Einsätze liegt nach wie vor in der Technischen Hilfeleistung mit 74 Einsätzen, die insbesondere bei Verkehrsunfällen zum Tragen kommt. Zu Brandeinsätzen musste die Wehr 21-mal ausrücken. Die Anschaffung und Einweihung des neuen Gabelstaplers „Florian 94/1“ stellte 2011 eine wichtige Ergänzung der Ausstattung dar. Eine Herausforderung wird dagegen im neuen Jahr der Bau des neuen Feuerwehrhauses mit einem Gesamtvolumen von etwa fünf Millionen Euro. Mit Martin Horn wurde ein eigener Bauleiter ernannt. Grundrissplanung, Bauordnung und Ausschreibungen erfordern zusätzliche Arbeitsstunden. Intensives Vereinsleben Der Vorstand ließ auch das Vereinsleben Revue passieren. Neben vielen Routineveranstaltungen stellten im abgelaufenen Jahr die vierte Rodelnacht mit rund 3.500 Besuchern und der Vereinsausflug nach Hamburg die Höhepunkte dar. Großen Zuspruch fand die beim Stadtfest angebotene Möglichkeit zum Erhalt von sogenannten „Rettungskarten“ für jeden Fahrzeugtyp, die der FFW bei einem Unfall Hinweise auf Konstruktionsmerkmale des jeweiligen Fahrzeugs geben können. Neu gegründet wurden eine Sport- und eine Keglergruppe. Ehrungen Kommandant Ogiermann sprach zahlreiche Ernennungen und Ehrungen aus (siehe Kasten). Für besondere Verdienste um den Verein wurden Alois Schmalholz und Bernhard Schuster vom Vorstand Günter Forstner zu Ehrenmitgliedern ernannt. Kreisbrandinspektor Hans-Jürgen Ringler bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit und verlieh die „Ehrenzeichen für aktiven Dienst des Freistaates Bayern“ an Alfred Krause (Silber, 25 Jahre) und Josef Amberger (Gold, 40 Jahre). Bürgermeister Josef Schweinberger bezeichnete die Angehörigen der FFW als Teil der „größten Bürgerinitiative“ mit 360.000 Mitgliedern in Bayern und erläuterte die Entscheidung des Stadtrates für eine deutlich bessere Absicherung der Feuerwehr im Einsatz. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass im April der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus erfolgen kann. In seinem Grußwort zeigte sich Patrick Weeger als Leiter der Polizeiinspektion Buchloe „beeindruckt vom persönlichen Engagement der Feuerwehr“. Dies werde auch daran deutlich, dass hier seit fünf Generationen eine freiwillige Leistung im Dienst des Bürgers erfolge. Mit großer Professionalität werde der „Bürger als Kunde“ wahrgenommen. Auch Stadtpfarrer Reinhold Lappat überbrachte seine Glückwünsche. Durch die Feuerwehr werde Segen in die Gesellschaft getragen. „Durch Euch spüren wir: Wir sind nicht allein“, so der Pfarrer und überreichte am Ende eine Spende. Auch die Vertretungen der Wasserwacht Buchloe und der FFW Lindenberg entboten Grußworte. Nach gutem Brauch statteten auch die „Heiligen Drei Könige“ der Versammlung einen Besuch ab. Mit den traditionellen Worten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Einer für alle, alle für Einen“ schloss der Vorsitzende die Versammlung. Ehrungen Für ihren aktiven Dienst wurden geehrt: 10 Jahre Benjamin Hanel, Roman Horber, Sebastian Schneider, Daniel Mittelmair, Johann Kinberger 20 Jahre Werner Blattner, Uwe Dittler, Günther Schuster, Robert Horn, Josef Wirth 30 Jahre Ralf Daisenberger 40 Jahre Josef Amberger

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