Größere Gewerbeflächen stehen in Mauerstetten kaum zur Verfügung

Ansiedlung von Kleinbetrieben

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Als „Musterbeispiel“ einer gelungenen innerörtlichen Integration wird vom Mauerstettener Gemeinderat dieses mittelständische Unternehmen angesehen.

Mauerstetten – Einen Überblick hinsichtlich Bedarf und zur Verfügung stehender Gewerbeflächen wollte sich Bürgermeister Armin Holderried in der jüngsten Gemeinderatssitzung verschaffen. Dabei sollte in erster Linie dem ortsansässigen Gewerbe ein Zeichen für künftige Planungsmöglichkeiten gegeben werden. Ausführlich wurden dabei Möglichkeiten erörtert, eventuell geeignete Handwerksbetriebe und kleinere Firmen im innerörtlichen Bereich anzusiedeln, wobei sich zum Teil ungenutzte Hofstellen geradezu anbieten.

Es stellte sich dabei gleich zu Beginn der Sitzung die Frage: „Haben wir überhaupt noch Interesse weitere größere Flächen zu suchen und auszuweisen?“ Im Gemeindeamt würden immer wieder Anfragen diesbezüglich eingehen, so Holderried. Andererseits, wie Gemeinderätin Margit Baudisch einwarf, sollte man sich hinterfragen, ob es überhaupt Sinn mache, „eine grüne Wiese platt zu machen“, um diese für ein neues Gewerbegebiet zu opfern. „Wäre es nicht sinnvoller und besser, wenn wir uns auf kleingewerbliche Betriebe besinnen und uns nach geeigneten innerörtlichen Ansiedlungsmöglichkeiten umschauen?“

Das Gremium war sich einig, dass die Gemeinde, was Großunternehmen anbelangt, sehr gut aufgestellt sei. Auch habe man für diese Firmen stets ein offenes Ohr gehabt, wenn es darum ging, entsprechende Voraussetzungen für deren Ausdehnung und Weiterentwicklung zu schaffen. Trotzdem müsse man aber stets offen und bereit sein, wenn der Gemeinde geeignete Grundstücke angeboten werden. Auch dürfe man sich nicht von vornherein quer stellen, falls alteingesessene Betriebe einen Neubau planen. Dabei müsse aber stets das Ortsbild in seiner ländlichen Ausstrahlung erhalten bleiben.

Anreize schaffen

Da Großflächen derzeit kaum zur Verfügung stehen, müsse man sich, so Bürgermeister Holderried, um kleinere Betriebe kümmern und gewisse Anreize schaffen, um diese zu einer innerörtlichen Ansiedlung zu bewegen. Leerstehende Hofstellen im Ort kämen hierfür in Frage. Allerdings müsse bei der Auswahl eventueller Bewerber darauf geachtet werden, dass nicht jeder Gewerbebetrieb, allein schon wegen des zu beachtenden Immissionsschutzes, für eine Ansiedlung innerorts geeignet ist. Es gebe aber hier genügend Potenzial um wieder „Leben ins Dorf“ zu bringen. In diesem Zusammenhang nannte Holderried ein mittelständisches Unternehmen, das sich hervorragend, nach entsprechenden Umbauten eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes, ins Ortsbild eingefügt habe. Mit entsprechenden Anreizen, beispielsweise einer Bezuschussung von Fachleuten und Architekten bei derartigen Umbauten, sollte in einer eigenen internen Sitzung noch ausführlicher diskutiert werden.

Nach weiteren Wortmeldungen und Diskussionen wurde bei einem Stimmenverhältnis von 12:4 beschlossen, in der augenblicklichen Situation keine neuen Gewerbeflächen „aktiv“ zu suchen. Allerdings – und darauf wurde Wert gelegt – könne die Gemeinde jederzeit aktiv werden, wenn entsprechende Angebote und Nachfragen eingehen.

Schnellere Sanierung?

Abschließend ging es um ein circa 45 Meter langes beschädigtes Teilstück der Isergebirgsstraße. Eigentlich wollte man die anstehenden Ausbesserungsarbeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, da es im Gemeindegebiet noch schlechtere Straßen gebe und keine Gefährdung zu erkennen sei. Die Räte einigten sich aber schließlich doch, das Ganze genauer anzuschauen und sich über mögliche Maßnahmen einer Sanierung bei einer der nächsten Sitzungen abzustimmen und einen Beschluss herbeizuführen.

von Klaus-Dieter Körber

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