Ausgequappt mit Abschiedstour

„Die Maulquappen“ verabschieden sich mit Tour in den Ruhestand

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„Die Maulquappen“: Franz Lachenmair (v. li.), Hermann „Olli“ Hintner und Andy Schlarnhaufer.

Allgäu – Nach 15 Jahren erfolgreichem Musik-Kabarett verabschiedet sich das weit über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannte Trio „Die Maulquappen“ nun in den wohlverdienten Ruhestand. In einer Ausklangtour von September bis Dezember haben Fans, Freunde, Gönner und Veranstalter ein letztes Mal Gelegenheit, die beliebten Kleinkünstler live zu erleben.

Freunde des musikalischen Mundartkabaretts kennen sie auf jeden Fall aus der BR-Sendung „Schwaben weiß-blau“, die seit Jahren im Fasching in Memmingen aufgezeichnet wird. Dort sind die Maulquappen bereits sechsmal aufgetreten mit ihrem „intelligenten Blödsinn voller vordergründiger Hinterfotzigkeit im Verein mit dilettantisch-hervorragender Musik“, wie sie selbst ihr Programm beschreiben. Am liebsten spielen die drei Schwaben Andy Schlarnhaufer aus Schwabmünchen, Hermann Hintner aus Türkheim und Franz Lachenmair aus Buchloe auf Kleinkunstbühnen mit direktem Kontakt zum Publikum. Sie präsentieren ihre mal bissigen, mal ironischen, mal nachdenklichen „Lieder aus dem Leben und fürs Leben“ sowohl zweistimmig als auch dreistimmig oder auch „unstimmig“. Über 1000 Auftritte führten sie durch die ganze Republik, den Nahen Osten (sprich Mecklenburg-Vorpommern, „...wo ihr Dialekt als unübersetzbare Fremdsprache empfunden wurde“) nach Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Kanada. Zum Schluss, im Juli 2019, als die Abschiedstour bereits vorbereitet wurde, kam sogar noch ein unerwartetes, 16-tägiges Engagement durch China mit unter anderem einem Auftritt auf der Großen Mauer hinzu.

Franz Lachenmair, Gründer der Maulquappen und ehemals in Druck und Marketing tätig, verwirklichte 2004 mit den musikalischen Weggefährten Andy Schlarnhaufer und Hermann Hintner den lange gehegten Wunschtraum, Musik-Kabarett zu machen. Lachenmair spielt Akkordeon, die für die Bayerische Volksmusik typische Steirische Harmonika sowie Gitarre und ist als „Maul der Quappen“ zuständig für „Gesang und Geschwätz“. Er hat die Ideen und macht die Texte, darunter eigene Gedichte, „auf die die Welt zwar verzichten kann, ohne die sie jedoch ärmer wäre“.

Seit 45 Jahren wird Lachenmair von Andy Schlarnhaufer begleitet, seines Zeichens vor der Rente Software-Entwickler. Er ist bei den Maulquappen zuständig für Gitarre, Bass, Rhythmus, Gesang, Sound und Technik. Andy ist der lebende Beweis, dass auch Männer Multitasking-fähig sind: Während er auf seiner Gitarre bluest, bedient er locker vom Hocker aus die Technik und mit seiner faszinierenden Beinarbeit noch die Fußmaschine seiner Koffer-Drums.

Das jüngste Mitglied des Trios, Hermann Hintner, genannt Olli, ist im bürgerlichen Leben aktiver Beamter und entsprechend ordentlich, diszipliniert und zuverlässig. Er bläst so ziemlich alles, was ein Mundstück hat: Tuba, Saxophon, Klarinette, Flügelhorn, Trompete, Tenorhorn und und und… Außerdem spielt er Kontrabass und ergänzt den Gesang. Er kann als Dirigent mit staatlicher Anerkennung Noten schreiben, lesen und auch fehlerfrei spielen.

Auf der zum Teil bereits ausverkauften Ausklang-Tournee werden noch einmal die besten Maulquappen-Lieder und -Stücke der letzten 15 Jahre zu hören sein: Viel Kabarett, Musik, Mundart, Geschichten und Gedichte versprechen einen unterhaltsamen und lustigen, aber eben auch letzten Maulquappen-Abend, ein kurzweiliges und facettenreiches Programm unter dem Motto „Lassen Sie sich fallen – wir lassen Sie liegen“. Für Risiken und Nebenwirkungen wie Lachkrämpfe, Freudentränen und HBI-Attacken (Humor-Bedingte Inkontinenz) übernehmen die Maulquappen allerdings nach wie vor keinerlei Verantwortung.

Alle Termine finden sich unter www.maulquappen.de.

von Ingrid Zasche

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