Nostalgische Fahrzeuge und Vorführungen als Besuchermagnet

Großes Oldtimertreffen in Jengen

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Von der Ähre zum Korn: Konrad Alt (li.) und Xaver Wagner demonstrieren die Verarbeitung der Ähren nach dem Mähen.
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Vom Korn zum frischen Brot: Markus Raimann (v. re.) mit Bäckermeister Reinhard Ledermann und Vorstandsmitglied David Lautenbacher als Teil eines tatkräftigen Unterstützerteams am restaurierten Holzofen.
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Markus Schmied aus Schwabmünchen war nach 20 Jahren erstmals wieder dabei, diesmal mit seiner Familie und eigenem Traktor, Baujahr 1956.
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Großer Andrang herrschte beim 11. Oldtimertreffen des Oldtimervereins Lindenberg in Jengen.

Lindenberg/Jengen – Am Ende meinte es der Wettergott gut mit dem Oldtimerverein Lindenberg als Veranstalter und belohnte damit die Mühe, welche in die Vorbereitungen für das 11. Oldtimertreffen in Jengen gesteckt worden waren.

„Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über die vielen Teilnehmer aus nah und fern“, sagte 1. Vorsitzender Anton Herz dem Kreisbote am Sonntagmittag. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits über 1000 Anmeldungen von Gästen registriert und es rollten immer wieder weitere Fahrzeuge auf das Gelände. Tausende Besucher aus dem ganzen Umland ließen sich das Ereignis nicht entgehen und schwelgten beim Anblick des ein oder anderen Fahrzeugs in Erinnerungen. Die diesjährige Veranstaltung stand unter dem Titel „Der Weg vom Acker über das Korn zum Nahrungsmittel“.

„Oh, schau mal, was für ein tolles Auto“ und „Papa, was ist das für ein komisches Gerät“. Diese oder ähnliche Ausrufe konnte man immer wieder beim 11. Oldtimertreffen hören. Auf dem etwa 25.000 Quadratmeter großen, nach Fahrzeugarten aufgeteilten Festgelände befanden sich rund 1.300 Fahrzeuge und landwirtschaftliche Geräte von Gästen und Vereinsmitgliedern. Bereits am Samstag waren schon etliche Teilnehmer aus größeren Entfernungen zum Teil mit Wohnwagen und Zelt angereist. Am Sonntag reihte sich Fahrzeug an Fahrzeug in einer Kolonne zur Einfahrt auf das Festgelände. Viele Jahrzehnte alte Traktoren und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte sowie Oldtimer und Motorräder präsentierten die stolzen Besitzer den Besuchern.

Vom Korn zum Brot

Bei der im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Veranstaltung wechselt auch das Motto, welches besonders im Vordergrund steht. In diesem Jahr wurde auf dem nahe gelegenen Feld unter fachkundiger Führung von Konrad Alt demonstriert, wie in früheren Zeiten die Verarbeitung des Korns erfolgte. Vom Mähen über das Dreschen, dem „Schlauen“ mit dem „Heumar“ bis zum Mähbinder für die Garben. „Oberstes Ziel ist, mittels Breitdrescher das Korn zu gewinnen und in der Brechmühle letztendlich die Spreu vom Weizen zu trennen“, erläuterte Alt. Die Bearbeitung des Ackers mit Mist, Eggen, Säen und Düngen sowie dem Walzen als letzter Gang wurde ebenfalls gezeigt.

Gleich nebenan ging es an der nächsten Station mit der Verarbeitung des Korns zu Mehl und darüber hinaus weiter, wobei die Warteschlange am Stand das große Interesse der Besucher an den hier angebotenen Endprodukten zeigte. Hier war Markus Raimann mit seinem großen Unterstützerteam am Werk. „Wir bieten aus Weizenmehl hergestellte ,Allgäuer Speckfladen‘ und ,Original Lindenberger Zelten‘ – eine Spezialität von auf einer heißen Platte gebackenem Nudelteig mit Butter und Schnittlauch – sowie frisch gebackenes Brot aus dem Holzofen an“, erklärt Raimann, der Besitzer des restaurierten Holzofens ist und dem es seit 15 Jahren „Spaß macht, dabei zu sein“.

In und vor der Festhalle war ebenfalls für das leibliche Wohl mit musikalischer Untermalung gesorgt. Nachdem dort am Samstagabend der Musikverein Jengen den Takt angab, war es am Sonntag ab dem Frühschoppen der Musikverein „Frohsinn“ aus Lindenberg.

von Wolfgang Becker

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