Mitgliederversammlung – Großfamilie für Ehrenamtliche

Generationenhaus Kaufbeuren präsentiert ein breitgefächertes Programm

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Optimistisch in die Zukunft schaut der frisch gewählte Vorstand: Sebastian Zajicek (v. li.), Markus Ellenrieder, Angelika Lausser, Anke Tröger, Kathrin Fuchs und Sabine Hoop.

Kaufbeuren – Vernetzung wird allerorts groß geschrieben, aber nirgendwo so groß wie im Generationenhaus. Diesen Eindruck konnten die Beteiligten wenigstens bei der jüngsten Mitgliederversammlung gewinnen, in der die aktuellsten Entwicklung bei den vielfältigen Projektpartnerschaften und das umfangreiche Programmangebot zu einem der vielen Tagesordnungspunkte gehörten.

„Ganz wichtig ist uns eine gute Vernetzung mit anderen Vereinen und Einrichtungen, besonders mit Kaufbeuren Aktiv, den Familienstützpunkten, Vhs, Stadtjugendring und Seniorenbeirat“, betonte 1. Vorsitzende und Stadträtin (KI) Angelika Lausser.

Diese Einrichtung im Baumgarten ist eine zentrale Anlaufstelle, gleichgültig ob die Besucher jeden Alters sich im gemütlich eingerichteten Begegnungscafé generationsübergreifend austauschen möchten, oder ob jemand für ein Problem fachkundige Beratung und kompetente Hilfe sucht. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wer weiß schon, dass für die unterschiedlichsten Zielgruppen im Programmheft des ersten Halbjahrs mehr als 160 Veranstaltungen angeboten werden? Dieses liegt an verschiedenen öffentlichen Stellen aus, aber es kann auch unter www.generationenhaus-kf.de heruntergeladen werden.

Die Angebote sind so vielseitig, dass nur einige exemplarisch dargestellt werden können: Hinter dem monatlich auftauchenden Angebot „Treffpunkt Zeitreise“ verbirgt sich beispielsweise die Gelegenheit für ältere Mitbürger, über ihre erfahrungsreiche Vergangenheit zu erzählen. Hier kann jeder auf sehr persönliche Weise erfahren, wie das so war, damals, in der sogenannten „guten alten Zeit“. Gerade wichtig in unserer Zeit sind auch die Angebote unter dem Schwerpunktthema „Integration braucht Begegnung“. Sprachkrabbelgruppe, Deutschstammtisch, Kochen wie 1001 Nacht oder das Multikultifest mit der Kolpingsfamilie Kaufbeuren behandeln Migrations- und Fluchterfahrungen.

Oder einmal ganz anders: So stellte Just Kowiak, ehemaliges Vorstandmitglied, auf humorvoll-unterhaltsame Art der Vollversammlung das einmal monatlich stattfindende „Repair-Café“ vor. Sollten Sie ein Elektroklein-Gerät haben, das nicht mehr ganz so seinen gewohnten Dienst tut, gehen Sie doch damit einfach dorthin. Dort werden Sie Leute finden, die sich mit Liebe und Sachkenntnis ihres technischen Problems annehmen. Wohlgemerkt: kostenfrei, soweit es keine Ersatzteile braucht.

Das Projekt „Lesekoffer“ liegt sowohl den Schulen als auch dem Vorstand am Herzen. Hier sucht die Einrichtung dringend Lesepaten, die vor allem Anfängern beim gemeinsamen Lesen die Freude an Büchern vermitteln soll. Nicht selten hört man Aussagen wie: „Nun mache ich schon das dritte Mal Lesepatin, und ich möchte sagen, dass es mich ganz glücklich macht.“

Ehrenamtliches Engagement

Über die Möglichkeit für Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe, sich in einem Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) mindestens 30 Stunden jährlich zu engagieren, wurde bereits in der Serie „Schule anders“ berichtet. Die Suche nach freiwilligen Helfern geht allerdings an alle, denn allerorts werden händeringend zusätzliche Hilfskräfte gesucht.

So bringt das Generationenhaus seit 2007 mit seinem Projekt „Knotenpunkt“ Helfer und Hilfsorganisationen zusammen. Dabei handelt es sich um eine Freiwilligen-Agentur, die an etwa 50 Hilfsorganisationen Ehrenamtliche vermittelt. Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die sich gerne für ihre Mitmenschen auf ehrenamtlicher Basis einsetzen möchten, aber noch keine klaren Vorstellungen haben, wo und wie sie konkret helfen könnten. In diesem Zusammenhang findet im Sparkassengebäude heuer zum siebten Mal am 11. November der „Marktplatz der Freiwilligenbörse“ statt, bei denen mehr als 30 Organisationen und Hilfseinrichtungen ihre Wirkungsfeld vorstellen.

Zurück zur Mitgliedsversammlung: Schatzmeister Sebastian Zajicek berichtete, dass mit rund 138.000 Euro Einnahmen wie Ausgaben 2017 wirtschaftlich gut gewirtschaftet wurde. Finanziert wird das Generationenhaus u.a. von Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt sowie der HypoVereinsbank Kaufbeuren. Nach dem positiven Kassenprüfungsbericht, war die Entlastung des Vorstands und die Neuwahl nur noch eine Formsache.

von Peter Suska-Zerbes

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