Gegen B12-Ausbau

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Landkreis – Die Grünen im Ostallgäu haben mehrheitlich beschlossen, die Petition eines Kempteners gegen den vierspurigen Ausbau der B12 zu unterstützen. In der Begründung heißt es, dass die Bedeutung einer autobahnähnlichen Bundesstraße für die Wirtschaft und Bevölkerung deutlich überschätzt werde, Naturschutz und Flächenverbrauch kämen zu kurz.

Die Petition hebt hervor, dass die vorgebrachten Argumente für den Ausbau nicht mit Fakten belegt werden könnten. Die Kapazitätsgrenzen der Straße seien lange nicht erreicht. Seit dem dreispurigen Ausbau sei die B12 auch kein besonderer Unfallschwerpunkt mehr, der einen weiteren, so massiven Ausbau rechtfertigen würde. „Stellen mit Unfallhäufungen sollten punktuell und sofort nachgebessert werden, nicht erst in vielen Jahren“, schreiben die Grünen in ihrer Pressemitteilung und fordern damit mehr Pragmatismus bei der Verkehrssicherheit.

„Das Potenzial des Ostallgäus liegt im sanften Tourismus. Niemand radelt oder wandert gern neben einer Autobahn umzingelt von Lärmschutzwänden und Lagerhallen her“, argumentiert Christian Vavra von den Grünen und warnt damit vor allem vor den Folgen des steigenden Verkehrs­aufkommens durch den Straßenausbau. Kreisvorstandssprecher Günter Räder: „Die Streichung des Ausbaus der B12 ist ein erklärtes Ziel unserer Politik. Deshalb können wir diese Petition vorbehaltlos unterstützen“. Die Petition ist im Internet unter http://gruenlink.de/180m zu finden.

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