"Zukunft wird aus Mut gemacht"

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Gerti Kustermann, Kreisvorstandssprecherin Bündnis 90/Die Grünen, unterstützt zusammen mit allen Mitgliedern den Wahlkampf von Bundestagskandidat Dr. Günter Räder unter dem Motto: „Zukunft wird aus Mut gemacht“.

Marktoberdorf/Ostallgäu – In ihrer jüngsten Kreisversammlung, genau zum 31. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, erinnerte die Vorstandssprecherin des Kreises Ostallgäu/Kaufbeuren, Gerti Kustermann, an die Notwendigkeit, weiter am Atomausstieg dran zu bleiben. Auch das Bundestagswahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen wurde vorgestellt.

Auch bei den Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen begann nun der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017. Kustermann stellte den Entwurf des Wahlprogrammes vor (Siehe auch www.gruene.de/programm-2017). „Keine andere Partei in Deutschland hat die Themen Europa, Ökologie, Soziale Sicherheit und Friedliches Zusammenleben so komplett in ihrem Wahlprogramm stehen, wie wir“, betonte die Vorstandssprecherin und Kreisrätin. Der Titel: „Zukunft wird aus Mut gemacht“.

Der Grünen-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 257, Dr. Günter Räder, erläuterte anschließend in einigen Punkten den Entwurf und wo er seine Schwerpunkte sehe. Dieser momentan vorliegende Entwurf werde Mitte Juni in Berlin von der Bundesdelegiertenkonferenz beschlossen.

Gerechtigkeit

Unter dem Aspekt „Gerechtigkeit“ forderte Räder, dämpfend auf die Kapitalmärkte und den Hochfrequenzhandel einzuwirken, etwa durch eine Finanztransaktionssteuer. „Die Kluft zwischen Arm und Reich darf in Deutschland nicht weiter anwachsen“, verlangte Räder und will dafür die Einführung einer Vermögenssteuer für Superreiche. Die Angst vor Altersarmut treibe manchen Bürger an den Rand des politischen Spektrums. Die Lösung sehe er in einer Garantierente oberhalb der Grundsicherung. Dafür solle nach Räders Vorstellungen kein Nachweis der Bedürftigkeit notwendig werden, damit die Menschen ihre Würde behalten könnten.

Freiheit

Demokratie lebe vom Vertrauen und vom respektvollen Umgang miteinander. Da müsse man wieder dran arbeiten. In der Drogenpolitik solle ein Paradigmenwechsel stattfinden. So solle der Verkauf von Cannabis, nur unter strengen Auflagen des Jugendschutzes, von lizenzierten Händlern erfolgen. Der Grüne Anspruch seit deren Gründung „Die Hälfte der Macht für die Frauen“ solle noch weiter in der Wirtschaft umgesetzt werden. „Wir streiten für Toleranz, Vielfalt und Selbstbestimmung“, betonte Räder, „mit klaren und gleichen Regeln für Alle“. Die Partei akzeptiere kein Klima der Bedrohung für Frauen und wolle einen starken Rechtsstaat und bessere Ausstattung der Polizei.

Weltoffenheit

„Wir wollen die Europäische Union und wir wollen sie weiterentwickeln“. Sie sei die Antwort auf die Krisen unserer Zeit. Deutschland solle auch ein Schutzhafen für Verfolgte sein. „Keine Exporte mehr von Kriegswaffen außerhalb der EU und der NATO“, forderte Räder eindringlich.

Ökologie

„Wiegt euch nicht in Sicherheit“, warnte der Bundestagskandidat leidenschaftlich die Zuhörer. Man brauche jeden Tag starke Grüne, damit diese Atomgeschichte endgültig zu Ende gebracht werde. Aber auch andere Themen wie „Sauberes Wasser, Gesundes Essen und Klimapolitik“ gebe es zu verteidigen. Man wolle Deutschland wieder zu einem ökologischen Spitzenreiter machen. Demokratie und Menschenwürde, Freiheit und Mitmenschlichkeit seien die Werte, die Deutschland und Europa verbinde. Er beschloss den Abend mit dem Motto für den Wahlkampf: „Zukunft wird aus Mut gemacht“.

von Wolfgang Krusche

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