Finanzausschuss fasst Beschluss zur Unterstützung

Neue Heimat für ACK besiegelt

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ACK-Vorsitzender Manfred Huf ist froh über die Entscheidung des Stadtrates.

Kaufbeuren – Die Signale waren schon länger gesetzt. Jetzt hat der Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss einstimmig einen Zuschussantrag des Athletik Club Kaufbeuren (ACK) gebilligt, der diesem eine neue Bleibe sichert.

Die Suche nach einer neuen Räumlichkeit nach Schließung der Eissporthalle und damit Wegfall der dort angesiedelten Trainingsräume (wir berichteten) war bereits mehrfach ein Thema im Gremium. Sowohl ein Mietzuschuss für den monatlichen Betrieb als auch ein einmaliger Zuschuss für den Umbau in den neuen Räumlichkeiten am Bleichanger sichert nun die Zukunft für den Traditionsverein.

„Wir standen und stehen im Wort und es ist gut, dass diese Lösung gefunden wurde“, sagte Bernhard Pohl als Fraktionssprecher der FW, der auch eine „Mitnutzung für andere Vereine in angemessenem Maße“ durchaus als Möglichkeit sah. Darin waren sich alle Fraktionen einig und brachten ihre Freude über das geeignete Objekt der Bleichanger GmbH & Co KG zum Ausdruck.

Catrin Riedl (SPD) betonte, dass „an allen Ecken und Enden geschoben“ und die Lösung mit Beteiligung aller Fraktionen gelungen sei. Otto Zobel (CSU) brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verein nun eine Jugendmannschaft aufbaut und der speziellen Sportart mit einem besonderen Raumbedarf entsprechend Gewicht verleihen kann. Er könne sich vorstellen, dass ein Gewichtheberraum durchaus auch von anderen Sportarten genutzt werden kann.

Oberbürgermeister Stefan Bosse stellte klar, dass man von Anfang an Unterstützung signalisiert habe, allerdings ein geeigneter Raum zunächst nicht vorhanden war.

„Schön, dass nach einer langen Phase der Unsicherheit ein Ergebnis gefunden werden konnte“, sagte Christian Sobl (CSU) und dankte ausdrücklich seinem Fraktionskollegen Zobel für dessen Arbeit als Sportbeauftragter der Stadt. Auch er hoffe, dass mit Blick auf die nun gewährte hohe Unterstützung die Jugendarbeit im Verein eine entsprechende Förderung erfahre. Daran müsse sich der Verein dann nach fünf Jahren fest vereinbarter Laufzeit messen lassen. Sobl schloss mit dem Wunsch für einen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg.

Der Verein erhält einen monatlichen Zuschuss von 516 Euro (entspricht 40 Prozent aller Betriebskosten) und einen einmaligen Zuschuss von 10.000 Euro (entsprechen 30 Prozent) für den Umbau, obwohl die Anzahl der Mitglieder deutlich unter der üblichen Marke von 150 liegt. wb

Froh über den Beschluss der Stadträte

„Wir sind sehr froh und positiv gestimmt. Selbst konnten wir bei der Sitzung im Stadtrat nicht dabei sein, weil wir parallel eine Vorstandssitzung hatten. Die Ampel steht jetzt auf grün“, so die erste Reaktion von ACK-Vorsitzender Manfred Huf.

Vorstand, Sportler und Mitglieder seien jetzt auf einer Euphoriewelle. Weil der Verwaltungsausschuss dem Antrag des ACK zustimmte, kommen auf die Verantwortlichen des Vereins nun jede Menge Aufgaben zu. „Wir hoffen, dass wir zum 1. April den Mietvertrag mit Herrn Finsterwalder fix machen können“, sagt Huf auf Anfrage unserer Zeitung und verweist auf die Eigenleistungen. Laut Huf müssen unter anderem der Boden herausgerissen und Malerarbeiten verrichtet werden. Um einen Sportbetrieb gerecht zu werden, seien neben Holzbohlen mit Gummimatten für die Gewichte, auch Umkleidekabinen und Nasszellen nötig. „Wir haben einen finanziellen und auch zeitlichen Aufwand“, schließlich müssen jetzt auch Firmen kontaktiert werden, so der ACK-Vorstand. Denn die Zeit dränge. Schließlich muss alles auf die Bedürfnisse abgestimmt werden. „Die Arbeiten, die wir eben selbst tätigen können, erledigen wird in Eigenregie.“ Die Uhr läuft. Schließlich muss das gesamte Inventar aus der bisherigen Wirkungsstätte am Berliner Platz bis 30. Juni dieses Jahres in die neuen Räumlichkeiten am Bleichanger gebracht werden.

Dennoch macht sich bei vielen ein großer Wehmut bemerkbar. „Wir verlassen unser zweites Wohnzimmer. Unter der Südtribüne des Eisstadions haben wir viele positive und negative Dinge erlebt. Alles was wir hier aufgebaut haben, ist mit Herzblut geschehen“, geht der Blick von Manfred Huf aber in die Zukunft. Das war nicht immer so. Am 14. Dezember 2012 stand der ACK kurz vor dem Ende. Nicht nur das Eisstadion, sondern auch die Räume des Athletikclubs mussten aufgrund von Chlordteinlagerungen im Beton geschlossen werden. Knapp ein Jahr später konnten die Sportlerinnen und Sportler wieder zurückkehren, nach dem der FC Ebenhofen dankenswerter Weise den ACK bei sich aufnahm.

Von Wolfgang Becker und Stefan Günter

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