Auftakt für eine grüne Zukunft: Landwirtschaft, Technik und Bildung im Dialog

Grünes Zentrum öffnet die Türen

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Bei der Schlüsselübergabe (v. li.): Elisabeth Hiepp, Leiterin der Technikerschule, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Cornelia Bodenstab, Behördenleiterin Bauamt Kempten, Staatsministerin Michaela Kaniber und Dr. Paul Dosch, Behördenleiter AELF Kaufbeuren.
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„Stadt und Land – Hand in Hand“: Gemeinsam stark für die Region.
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Ein vielfältiges Programm erwartete die Besucher im Rahmen der Eröffnungsfeier.

Kaufbeuren – Zahlreiche Mitwirkende und Gäste fanden sich am Sonntag im Grünen Zentrum ein, um beim Festakt zur Einweihung dabei zu sein und die Realisierung des Projekts gebührend zu feiern. Das nun komplettierte Grüne Zentrum beherbergt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren (AELF), die Staatliche Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, den Maschinenring und den Bayerischen Bauernverband.

Passend zum Erntedankfest erinnerten Stadtpfarrer Bernhard Waltner und Pfarrer Alexander Röhm in der ökumenischen Andacht daran, die Lebensgüter, die „Mutter Erde“ den Menschen zur Verfügung stellt, nicht als selbstverständlich hinzunehmen. So sei es an den Menschen, sich aktiv an der Bewahrung der Schöpfung zu beteiligen, die dabei stets auf das Fundament, die Achtsamkeit und Güte Gottes als Wegbegleiter zählen können. Mit der kritischen Auseinandersetzung mit Fragen wie: „Was essen wir, was vermarkten wir?“ gehe eine „große Verantwortung“ einher, „die alle miteinander tragen – denn die Erde gibt es nur einmal, und wir sind für sie verantwortlich, um mit ihr, den Pflanzen, Tieren und Menschen zu leben“.

Den Wert der Lebensmittel bewusster wahrzunehmen, insbesondere angesichts all jener, die Hunger leiden – das griff auch Michaela Kaniber, Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in ihrer Festansprache auf. In einer Zeit des Wohlstands, aber auch einer Entfremdung von der Landwirtschaft, sei ein großes Projekt wie dieses und „Menschen, die das Amt mit Leidenschaft ausfüllen“ umso wichtiger. Insofern dankte Kaniber „allen, die mit Hirn, Herz und Hand das Projekt begleitet haben“ und sprach ihre Wertschätzung für die Leistung der Bauern sowie die Innovationskraft der Jungbauernschaft aus, die einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten. Das Grüne Zentrum biete mit vereinten Kräften eine am Gemeinwohl orientierte Beratung für Landwirte und Waldbesitzer sowie moderne Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Nicht minder überzeugt zeigte sich Landrätin Maria Rita Zinnecker von der Bedeutung des realisierten „Leuchtturm“-Projekts. Schließlich sei die Landwirtschaft in der Region „seit Jahrhunderten fest verwurzelt“. Die beiden Landkreisschulen böten angehenden Landwirten und Technikern an Bayerns einziger Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement eine Ausbildung auf hohem Niveau. In der Verwirklichung des Grünen Zentrums sah Zinnecker darüber hinaus „große Chancen für eine gesamtgesellschaftliche Öffnung, hin zu mehr dringend notwendiger Ernährungsbildung und Verbraucheraufklärung“.

Oberbürgermeister Stefan Bosse dankte in seinem Grußwort allen, die an das für die Region so bedeutende Projekt glaubten.

Tag der offenen Tür

Eine Schar an Besuchern nahm bei schönem Wetter die Gelegenheit war, beim Tag der offenen Tür, der im Anschluss an die feierliche Einweihung stattfand, das Grüne Zentrum selber einmal zu erkunden. Bei einer Führung durch die großzügigen Räumlichkeiten konnten Interessierte etwa Einblicke in die verschiedenen Bereiche gewinnen. Mit Speisesaal, Großküche, Veranstaltungsraum und vielen weiteren gut ausgestatteten Räumen sind die Studierenden für ihre Ausbildung bestens ausgerüstet. Zur feierlichen Eröffnung gab es zum Beispiel eine von Schülerinnen gebackene vierstöckige Torte zu bestaunen, die die verschiedenen Bereiche des Grünen Zentrums repräsentierte. Ein Bauernmarkt bot Köstlichkeiten aus der Region, außerdem gab es Kunsthandwerk und Musik, Vorführungen und Aktionen sowie ein Kinderprogramm, sodass auf dem weitläufigen Gelände für jeden Besucher etwas dabei war.

von Mahi Kola

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