Untersuchung des TÜV

Gnadenfrist fürs Eisstadion?

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Die TÜV-Gutachter sollen prüfen, ob die alte Eisarena auch über den Schließungstermin hinaus (Juni 2017) noch einige Zeit genutzt werden kann.

Kaufbeuren – Für die marode Eisarena am Berliner Platz in Kaufbeuren gibt es möglicherweise eine Gnadenfrist. Soll heißen, dass der Termin der Schließung um mehrere Monate nach hinten verschoben wird. Eine routinemäßige Untersuchung des TÜV im Mai soll das jetzt klären.

Wie berichtet, werden seit Schließungsanordnung im Dezember 2012 in bestimmten Intervallen Untersuchungen insbesondere zur Statik und Betonbeschaffenheit durchgeführt. Mit dem Ergebnis steht oder fällt seitdem die Voraussetzung für die Nutzungsmöglichkeit der Eis­arena. Fristende sollte eigentlich im Juni dieses Jahres sein. Doch die soll nun verschoben werden. „Eine kurze Verlängerung der Laufzeit würde vieles in der Abwicklung entspannen“, sagt Helge Carl, städtischer Baureferent und Vorstand des Kommunalunternehmens Eisstadion, auf Anfrage unserer Zeitung. Gemeint ist der Umzug, aber auch der Trainingsbetrieb des ESVK, der in der Regel nach der Sommerpause Anfang August wieder startet. 

Zwar liege das Projekt neues Eisstadion aktuell im Zeitplan, doch werde man mit der neuen Halle Mitte August noch nicht fertig sein. Somit könnte laut Carl, wenn eine Verlängerung der Nutzung der alten Eisarena genehmigt würde, der ESVK seine Vorbereitung für die neue Saison noch auf altem Eis absolvieren. Eventuell sogar noch den Auftakt der Saison, dies hänge jedoch vom Spielplan ab.

Sollte einer Nutzungsverlängerung aber nicht stattgegeben werden, müssten laut Carl alternative Möglichkeiten zum Trainieren gefunden werden, etwa in naheliegenden Eisstadien. „Die ESVK-Führung weiß hierüber aber Bescheid“, so der Baureferatsleiter . Zum Verständnis räumte er ein, dass solch ein Stadionneubau ein „komplexer Prozess“ sei. Vieles müsse sich erst einspielen, Personal eingearbeitet und Probeläufe durchgeführt werden. „Die Kinderkrankheiten müssen ausgemerzt werden“, beschriebt Carl die Situation.

Ungeachtet dessen soll die neue Eisarena im Herbst fertiggestellt sein. „Wir liegen im Zeitplan“, so Carl. Wann genau die dreitägige Eröffnungszeremonie sein werde, könne er zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen.

Schneller Abriss

Und noch einen Vorteil hätte eine Verlängerung der Nutzungszeit der alten Eisarena. Ein Abbruch des Objektes würde sich laut dem städtischen Baureferenten in einem Gebäude, das zugänglich ist, deutlich einfacher gestalten, als wenn der Zutritt gesperrt sei. Den Abbruch will die Stadt daher so schnell es geht realisieren.

von Kai Lorenz

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