Gute Noten für Heime

Die Situation der Senioren und Behinderten im Ostallgäu war Thema der jüngsten Sitzung des Ostallgäuer Ausschusses für Familie und Soziales. Unter anderem erhielten die 20 Senioren- und zehn Behindertenheime im Landkreis „gute bis sehr gute Noten“.

Erster Punkt der Tagesordnung war die Förderung der ambulanten Pflegedienste im Jahre 2009. Die gesamte zur Verfügung stehende Summe betrug hierbei 90000 Euro, von den insgesamt 21 derzeit im Landkreis tätigen Pflegediensten stellten 15 einen entsprechenden Förderantrag. Da die Anzahl der alten und pflegebedürftigen Menschen im Landkreis weiter steigt und die ambulanten Pflegedienste statio- näre Einrichtungen und Angehörige in hohem Maß entlasten, soll die Förderung laut Landrat Johann Fleschhut auch in Zukunft fortgesetzt werden. Einen detaillierten Transparenzbericht zur Qualität der Ostallgäuer Pflegeheime stellte anschließend Dieter Mayer vom FQA-Team (früher: Heimaufsicht) des Landratsamtes vor. Insgesamt hätten die Daten der vergangenen zwei Jahre eine „gute bis sehr gute Qualität” der 20 Senioren- und zehn Behindertenheime ergeben. Wenn es Beanstandungen gegeben habe, dann stets aus geringfügigem Anlass. Seit gut zwei Jahren finden die Besuche des FQA-Teams in den Seniorenheimen unangemeldet statt, mittlerweile auch in den Behinderteneinrichtungen. Es habe jedoch, so Mayer, durch die „Überraschungsvisiten keine bösen Überraschungen gegeben”. Benotet werden in dem Bericht Bereiche wie Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. Auch die direkte Beurteilung durch die Bewohner der einzelnen Heime wird in die Berichte mit aufgenommen, fließt jedoch nicht in die Note mit ein. Besonders positiv bewertete Mayer die Tatsache, dass die Heimleitungen regelmäßig eigene Berichte einreichen müssten. Durch diesen engen Kontakt könnten oft schon im Vorfeld Probleme und Schwachstellen bemerkt und gemeinsam verbessert werden. Schließlich wurden für die Seniorenheime im Waal, Buchloe und Obergünzburg neue Pflegesätze festgelegt. Obwohl dort in den letzten sieben Jahren ein kostendeckender Betrieb erreicht werden konnte, machten die steigenden Kosten für Personal und Sachleistungen eine Erhöhung um 3,5 Prozent notwendig, erklärte der Landkreischef Fleschhut. fr

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