Gymnasium auf einem guten Weg

Heute eine Selbstverständlichkeit, die kostenfreie Schülerbeförderung zur nächstgelegenen geeigneten Schule. Foto: Bauer

Ein Jahrhundertprojekt für den Landkreis, so bezeichnete Landrat Johann Fleschhut (FW) das Neubauvorhaben des Gymnasiums Buchloe. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Thema Gegenstand zahlreicher Sitzungen und Besprechungen der entscheidungsbefugten Gremien im Ostallgäu ist. Bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses standen die Schülerbeförderung und der Planungsfortschritt für den Neubau auf der Agenda.

Bis zur Jahrgangsstufe 10 ist die Beförderung der Schüler durch den Aufwandsträger – im Falle des Gymnasiums Buchloe ist dies der Landkreis – sicher zu stellen. Der Start des neuen Gymnasiums ist für die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 mit Beginn des Schuljahres 2013/14 geplant. Somit sollen bereits im nächsten Schuljahr die Vorläuferklassen eingerichtet werden, deren Beförderung nach Buchloe gesichert werden muss. Gerhard Planbois vom Landratsamt Ostallgäu hatte sich hierzu schon frühzeitig Gedanken gemacht und erläuterte den Kreisräten, wie sich der Einzugsbereich für die neue Schule darstellt. So ist das neue Gymnasium für Schüler aus Buchloe und dem Raum Lammerdingen, Beckstetten und Waalhaupten die nächstgelegene Schule. Im Rahmen einer 20-Prozent-Regelung kann der Beförderungsaufwand auch dann übernommen werden, wenn die Kosten für den Transport zu einer anderen Schule bis zu 20 Prozent über die Fahrten zur nächstgelegenen Schule liegen. Davon profitieren die künftigen Schüler aus dem Raum Rieden - Ketterschwang – Lengenfeld - Westendorf. Für sie besteht Wahlfreiheit, ob sie in Buchloe oder in Kaufbeuren zur Schule gehen wollen. Natürlich bleibt es weiterhin möglich, Kinder in ein anderes Gymnasium zu schicken, wenn ein Ausbildungszweig in der nächstgelegenen Schule nicht angeboten wird, wie dies zum Beispiel für musisch begabte Schüler in Marktoberdorf der Fall ist. Dies ergab eine Nachfrage des Kreisrates Hubert Endhardt (Grüne). Einzelheiten zu den Vorläuferklassen sollen im Oktober in einer Besprechung mit dem Kultusministerium festgelegt werden Bezüglich des Unterbringungsortes ist die Grundschule in Buchloe im Gespräch. Was die weitere Planung und die Finanzierung des Großprojektes Gymnasium angeht, so wurden erste wichtige Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Rahmen einer Investitionskostenbeteiligung wird das 23,3 Millionen Projekt mit 3,3 Millionen Euro durch die VG Buchloe mit finanziert. Die Ausschreibung durch das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Pfaller ist im EU-Amtsbaltt erfolgt. Der Vergabewettbewerb endet am 4. November. Die bis dahin eingegangenen Angebote werden dann anhand von Eignungskriterien bewertet, um anschließen in konkrete Verhandlungen einzutreten. Ohne Gegenstimmen billigte der Kreissauschuss sowohl die geplante Schülerbeförderung, als auch die Planungs- und Finanzierungsmaßnahmen.

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Kunst zum Mitmachen
Kunst zum Mitmachen
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder

Kommentare