Überreichung der Abiturzeugnisse im Modeon

Eigene Wege beschreiten

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Die Besten der Besten dieses erfolgreichen Jahrgangs wurden von der Hirschvogel-Stiftung und dem Rotary-Club Marktoberdorf geehrt.

Marktoberdorf – Strahlende Gesichter und Erleichterung, es endlich geschafft zu haben, stand in den Gesichtern. Insgesamt 92 stolze Abiturienten, die ihre Prüfungen bestanden haben, durften dieser Tage ihre heiß begehrten Abiturzeugnisse in Empfang nehmen.

Ins festlich geschmückte Modeon hatte die Schulleitung zu diesem Anlass die Abiturienten mit ihren Eltern und Angehörigen eingeladen. Festlich für diesen Anlass gekleidet sorgten die Jugendlichen für fröhlich bunte Farbtupfer im vollbesetzten Saal. Das Sinfonieorchester des Gymnasiums unter der Leitung von Oberstudienrat Stephan Dollansky sorgte mit ausgewählten Stücken für eine stimmungsvolle und gelungene Veranstaltung, die unter dem Abi-Motto „Willi con arne – Scharf im Abgang“ (in Anlehnung an die Schulleiter Wilhelm Mooser und Arne Böhler) stand.

Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell meinte schmunzelnd in seinem Grußwort, dass er seinerzeit in der Schule manchmal auch nicht alles so richtig verstanden und es trotzdem bis zum Bürgermeister geschafft habe. Also für alle beste Aussichten und Chancen um eigene neue Wege zu gehen. Schulleiter Oberstudiendirektor Wilhelm Mooser ging zu Beginn seiner humorvollen Ansprache zunächst auf das Abi-Motto und das darin etwas abgewandelte Mexikanische Nationalgericht ein und vertrat dabei die Meinung, dass man in den zurückliegenden Jahren im übertragenen Sinne sehr viel gemeinsam „gekocht“ habe – mitunter auch mit „schärferen Zutaten“. „Viele haben die dabei herausgekommene geistige Nahrung aufgenommen und verarbeitet. „Einige wenige“, so der Schulleiter, „verweigerten die gebotene Nahrungsaufnahme und deshalb haben leider sieben eurer Mitschüler das Abitur nicht geschafft.“ Ein etwas bitterer Beigeschmack an diesem frohgestimmten Tag. Andererseits hätten die Abschlussklassen aber in diesem Jahr mit einem Gesamt-Notendurchschnitt von 2,17 eine neue Bestmarke gesetzt und darauf könne man stolz sein.

Als kleines Abschiedsgeschenk gab es ein Notizbüchlein mit „ziemlich schlauen Rezepten“, wie Oberstudienrat Mooser vermerkte. „Höre nie auf zu lernen und verbessere deine Fertigkeiten!“ Zu diesen „Lebensrezepten“ habe nun jeder reichlich Gelegenheit neue und eigene „Rezepte“ einzutragen, coole Sprüche, die das weitere Leben erleuchten.

Worte des Dankes an die Lehrerschaft und die Eltern kamen von den drei Schülersprechern Luca Römlein, Georg Rößle und Jan Willemsen. Dabei wurde hervorgehoben, dass man in all den Jahren „gute Gärtner“ gehabt habe und zu gewissen Zeiten der nötige „Dünger“ in Form eines „Tritts in den Hintern“ im Nachhinein zum Wachsen und Gedeihen viel beigetragen habe. So stünden heute nach acht oder neun Jahren alle fest verwurzelt auf eigenen Beinen. Obwohl es nicht schaden dürfte, wenn zwischendurch trotzdem jemand mit einer „Gießkanne“ vorbei käme.

Überreichung der Zeugnisse

Höhepunkt und spannungsvoller Abschluss dieser Veranstaltung war natürlich die Überreichung der Abiturzeugnisse durch Oberstudiendirektor Mooser und Studiendirektor Franz Pfaffenzeller. Dabei konnten neben Geldpreisen für die Jahrgangsbesten auch noch zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen für besonderes Engagement und hervorragende Leistungen überreicht werden.

Eine Auszeichnung samt Geldpreis durch die Frank Hirschvogel Stiftung gab es für Mechthild Rappold und Nils Treiber, die beide ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 abschlossen.

Alexander Linder und Lara Szeimies, beide mit der Note 1,2, wurden vom Rotary-Club Marktoberdorf ausgezeichnet mit einem Geldpreis.

Eine Auszeichnung durch den Elternbeirat für besonderes soziales Engagement ging an Luca Jauchmann, Georg Rößle, Luca Römlein, Lara Szeimies und Jan Willemsen.

Eine Auszeichnung durch den Elternbeirat für großes Engagement empfingen Maria Lutz, Selina Gebauer, Julia Holl, Louisa Völker und Rebecca Schepanek.

Für eine exzellente Leistung im Abiturfach Mathematik erhielt Lara Szeimies eine Auszeichnung durch die Deutsche Mathematiker Vereinigung.

Auszeichnungen durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft bekamen Vincent Klarer, Mathias Lankau, Lara Szeimies und Alexander Linder.

Den Biozukunftspreis der Stiftung „Natur-Mensch-Kultur“ und dazu 500 Quadratmeter Regenwald erhielt Nils Treiber.

Eine Auszeichnung durch den Förderverein des Gymnasiums Marktoberdorf für besonderes Engagement bekamen Luca Jauchmann, Georg Rößle, Luca Römlein, Jan Willemsen und Lara Szeimies.

von Klaus-Dieter Körber

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