Beleuchtung wird installiert

Haltestelle Stegmühle wird modernisiert: Barrierefreiheit und mehr Sicherheit für Schulkinder

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Im Sommer ist die fehlende Beleuchtung an der Bushaltestelle Stegmühle in Hörmanshofen kaum ein Problem. Im Winter, wenn es früh morgens noch dunkel ist und die Schulkinder auf den Bus warten, hingegen schon. Jetzt wird aufgerüstet.

Biessenhofen-Hörmanshofen – Seit rund drei Jahren setzt sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) für eine Beleuchtung und insgesamt mehr Sicherheit an der Bushaltestelle Stegmühle an der B16 bei Hörmanshofen ein. Seine Hartnäckigkeit hat sich gelohnt: In diesem August, so teilte es das Staatliche Bauamt in Kempten jetzt mit, wird mit der Baumaßnahme begonnen.

Die schon lange nicht mehr zeitgemäße Bushaltestelle wird modernisiert, erhält in beiden Fahrtrichtungen eine Beleuchtung. Dazu wird es in Fahrtrichtung Biessenhofen ein Wartehäuschen geben. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, so dass die Haltestelle in der kommenden dunklen Jahreszeit bereits beleuchtet und damit deutlich sicherer sein wird.

Der Brief einer Schülerin aus Hörmanshofen an den Abgeordneten hatte den Stein ins Rollen gebracht. „Ich fahre seit drei Jahren täglich mit der Linie 54 von der Haltestelle Stegmühle an der B16 ab. Der Bus fährt dort um 6.54 Uhr. Da es im Winter um diese Uhrzeit noch dunkel und die Bushaltestelle nicht beleuchtet ist, ist es dort sehr gruselig. Die Buskinder und ich wünschen uns so sehr ein Licht an der Bushaltestelle“, schrieb die Schülerin. Dies hatte Stracke zum Anlass genommen, um sich das erste Mal schon im Herbst 2017 mit dem Staatlichen Bauamt in Kempten in Verbindung zu setzen. „Die Bushaltestelle entspricht in keiner Weise mehr den Anforderungen. Gerade in Herbst und Winter stehen Schulkinder, die morgens auf den Bus warten, hier in völliger Dunkelheit an einer viel befahrenen Straße. Aus diesem Grund habe ich das Staatliche Bauamt in Kempten eindringlich darum gebeten, die notwendigen Verbesserungen an dieser Stelle in die Wege zu leiten“, erklärt Stracke. Das Bauamt hat dabei von Anfang an die Notwendigkeit eines zeitgemäßen Umbaus der Bushaltestelle aus Gründen der Schulwegsicherheit anerkannt.

Dennoch wurde der Baubeginn für die Modernisierung immer wieder hinausgeschoben. Ausschlaggebend war dabei der Beschluss der zuständigen Gemeinde Biessenhofen, den bestehenden Abwasserkanal und die bestehende Wasserleitung in der Gemeindestraße „An der Stegmühle“, die unmittelbar an den Bushaltestellen in die B16 einmündet, zu erneuern. Dabei sollte auch die Straße mit angepackt und mit einer Zuwegung zur Bushaltestelle komplett neu gestaltet werden. Biessenhofens Bürgermeister Wolfgang Eurisch hatte deshalb vorgeschlagen, die Erneuerung der Straße und der Bushaltestelle als gemeinsame Maßnahme durchzuführen. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

In der Folge mussten notwendigerweise die Planungen der betreffenden baulichen Abschnitte aufeinander abgestimmt werden. Die Vorarbeiten gingen nicht so rasch voran wie ursprünglich gedacht. So sollte die Baumaßnahme bereits 2019 durchgeführt werden. Auf die öffentliche Ausschreibung durch die Gemeinde hatte sich jedoch nur ein Bieter für den Auftrag beworben. Die in seinem Angebot aufgeführten Kosten waren unverhältnismäßig hoch, so dass der Biessenhofener Gemeinderat die Aufhebung der Ausschreibung beschlossen hatte. In der ersten Jahreshälfte 2020 erfolgte eine erneute Ausschreibung, dieses Mal mit größerem Erfolg. Mittlerweile wurde der Auftrag für die Maßnahme an die Firma Dobler vergeben. Sie hat zwischenzeitlich eine verkehrsrechtliche Anordnung für die Arbeiten an der B16 für den Zeitraum vom 10. bis 28. August 2020 erhalten. In diesem Zeitraum werden die Straßenbauarbeiten durchgeführt. Im Anschluss daran wird die lang ersehnte Beleuchtung errichtet.

„Was lange währt, wird jetzt hoffentlich sehr schnell zu einem guten Ende kommen“, so Stracke. Eine positive Nachricht mit Blick auf die Finanzierung gibt es auf jeden Fall. „Da die Haltestelle verkehrsrechtlich außerorts liegt, werden die Kosten für die Erneuerung der Bushaltestelle und deren Beleuchtung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht durch den Bund übernommen“, berichtet der Abgeordnete. Das geplante Wartehäuschen wird die Gemeinde auf eigene Kosten errichten.

Das Staatliche Bauamt Kempten teilte außerdem mit, dass in Biessenhofen ebenfalls noch in diesem Jahr im Bereich der Querungshilfe eine weitere Bushaltestelle modernisiert wird. 

kb

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