Konsularbesuch in Kaufbeuren

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Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt übergab Klaus Hampl (li.) dem Vize-Generalkonsul (Mitte) seine neue CD im Beisein von OB Stefan Bosse.

Kaufbeuren – Der eigentliche Anlass für seinen Besuchstermin lag schon vier Wochen zurück, doch nun wurde er nachgeholt. Zur Präsentation der CD von Klaus Hampl hatte der israelische Vize-Generalkonsul Jonathan Glick kurzfristig absagen müssen. Nun empfing ihn Oberbürgermeister Stefan Bosse in seinen Amtsräumen im Rathaus.

Dort erhielt der Konsularbeamte die CD aus den Händen des Kaufbeurer Kulturbotschafters Hampl und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Das Klarinettenquintett des gebürtigen Münchner Komponisten jüdischer Abstammung Paul Ben-Haim ist Teil der CD-Einspielung von Hampl mit dem Quartetto di Roma.

Glick, der das erste Mal in Kaufbeuren weilte, zeigte sich sehr interessiert an der Kaufbeu­rer Geschichte, welche der OB von der Entstehung der Stadt über die Zeit des 2. Weltkrieges hinaus bis heute mit den nicht gerade günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund fehlender Industrieansiedlung schilderte. Erstaunt zeigte sich der Gast über den Anteil von 112 Nationen in der Wertachstadt und wollte wissen, wie die Integrationsprozesse auch mit Blick auf die rund 650 Asylsuchenden ablaufen. Kulturamtsleiter Günther Pietsch machte deutlich, dass insbesondere eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen aus allen Bereichen den integrativen Gedanken förderten. Von der Darstellung des Tänzelfestes war Glick so begeistert, dass er seinen Besuch im nächsten Jahr zusagte.

Hampls Funktion als „Kauf­beurer Botschafter“ hatte auch in anderer Hinsicht einen Effekt. Der junge israelische Vize-Generalkonsul für Süddeutschland interessierte sich besonders für den Fliegerhorst und den dort eventuellen Möglichkeiten von Gewerbeansiedlungen. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, für israelische Innovationen zu werben, die israelische „Gründer-Szene“ mit Deutschland zu verbinden und einen Austausch zwischen Deutschen und Israelis zu schaffen. Weitere Kontakte zwischen ihm und der Stadt wurden vereinbart. Seit 2011 gibt es das Generalkonsulat des Staates Israel in München, seit vergangenem Jahr hat es seinen Sitz am Karolinenplatz.

von Wolfgang Becker

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