Familienzentrum St. Magnus arbeitet mit innovativem pädagogischem Konzept

Miteinander Hand in Hand

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Das Familienzentrum St. Magnus in Marktoberdorf unterstützt Familien im Stadtteil Marktoberdorf Nord mit besonderen Beratungs- und Betreuungsangeboten.

Marktoberdorf – Das Familienzentrum St. Magnus in Marktoberdorf ist eine pädagogische Einrichtung für Familien im Stadtteil „Marktoberdorf Nord“, die besonderen Wert auf ein innovatives pädagogisches Konzept und Betreuungsangebote in mehreren Kindergarten- und Schulkind-Gruppen legt.

Seit Beginn dieses Schuljahres werden darüber hinaus im sogenannten „Marktoberdorfer Kombimodell“ die Kinder der Ganztagesklasse an der Adalbert Stifter Grundschule in Kombination mit der Hortbetreuung des Familienzentrums St. Magnus betreut. 

Der St. Magnus Kindergarten und die seit 2005 bestehende Schulkindbetreuung haben sich in den vergangenen Jahren durch den Ausbau ihrer Angebote, bei dem nunmehr die ganze Familie und nicht mehr nur das einzelne Kind im Mittelpunkt steht, nach und nach zum Familienzentrum entwickelt. Angeboten werden ein Elterncafé, Eltern-Kind Aktionen, ein viermal jährlich stattfindendes Kinderhotel zur Familienentlastung, Beratungsangebote und vieles Weitere. 

Unter dem Leitziel „Hand in Hand – Miteinander, füreinander, voneinander“ will das Familienzentrum St. Magnus „das Angebot der Kindertagesstätte St. Magnus für alle interessierten Familien im Haus und im Stadtteil ergänzen und erweitern“, erklärt Hilde Beck-Held, Koordinatorin des Familienzentrums, sowie des Programms „Familien stark machen“, um den Kindern durch frühkindliche Förderung in der Familie optimale Grundvoraussetzungen für das weitere Leben zu ermöglichen. „Wir wollen eine Bereicherung für die Stadt Marktoberdorf sein, indem wir Familien best- und frühstmöglich unterstützen“, so Caroline Gehring, Leiterin des Familienzentrums. 

Von dem Angebot profitieren laut Beck-Held besonders Familien mit Migrationshintergrund, Familien in besonderen Lebenslagen oder individuellen Notlagen, Alleinerziehenden und sozial schwache Familien, die im Familienzentrum Hilfe und Unterstützung erhalten. Die Angebote kommen aber auch berufstätigen Eltern zugute, die außerhalb der regulären Schulzeit keine Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind, beispielsweise durch die Großeltern oder andere Betreuungspersonen, haben. 

„Marktoberdorfer Kombimodell“ 

Zu Beginn dieses Schuljahres erweiterte das Familienzentrum ihr Betreuungsangebot in Kooperation mit der Adalbert Stifter Grundschule. Die sogenannte „Experimentierklausel“ ermögliche es, die jeweiligen Vorzüge der beiden Betreuungsformen Ganztagesklasse und Hort zu kombinieren, erklärt Wolfgang Wieder, Personalamts-Leiter der Stadt Marktoberdorf. 

In einer gebundenen Ganztagesklasse mit kombinierter Hortbetreuung werden seitdem 15 Kinder zeitlich flexibel betreut. Für die Schülerinnen und Schüler der Ganztagesklasse besteht während des Schulbetriebs von Montag bis Donnerstag bis 15.30 Uhr ein kostenloses Betreuungsangebot. 

Die Hortbetreuung ermöglicht darüber hinaus eine gebührenpflichtige Betreuung während der Randzeiten vor Schulbeginn und nach Schulschluss, aber auch in den Ferien. Ein pädagogisches Tandem aus einer Lehrkraft und einer Erzieherin, das die Klasse betreut, bietet darüber hinaus die Möglichkeit zu besonderen Projektarbeiten und zu rhythmisiertem Unterricht, bei dem sich Phasen von Arbeit und Spiel ausgleichend abwechseln. 

Gedanken um Finanzierung 

Finanziert wird die Einrichtung mit ihren erweiterten Angeboten neben Zuschüssen von der Stadt Marktoberdorf und dem Staat vor allem durch Gelder aus verschiedenen Förderprogrammen und Stiftungen, wovon in den kommenden Jahren jedoch mehrere auslaufen werden. 

Derzeit bewirbt sich das Familienzentrum St. Magnus um weitere Förderungen, um die dann offenen Ausgaben weiterhin abdecken zu können. Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell ist sich der angespannten Situation des Familienzentrums bewusst: „Jedes Förderprogramm, das ausläuft, hinterlässt eine finanzielle Lücke von etwa 10000 bis 30000 Euro“. Die Stadt sei jedoch Träger mehrerer weiterer Kindertagesstätten und könne daher nicht ohne weiteres weitere Zuschüsse mobilisieren. 

Sollten die Fördergelder und Zuschüsse in Zukunft nicht mehr ausreichen, um die Kosten der pädagogischen Einrichtung zu decken, werde sich der Stadtrat jedoch mit dem Thema auseinandersetzen, um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. von Sabrina Hartmann

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