Wahl um die Stellvertreter von Dr. Hell fällt denkbar knapp aus

Hannig bleibt zweiter Bürgermeister in Marktoberdorf

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Erster Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell (CSU) gemeinsam mit seinen Stellvertretern Michael Eichinger (Freie Wähler, Mitte) und Wolfgang Hannig (SPD, rechts).

Marktoberdorf – Denkbar knapp, nämlich mit 14 zu elf Stimmen, entschied sich der frisch vereidigte Stadtrat für Wolfgang Hannig (SPD) als zweiten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf. Er führt dieses Amt bereits seit 2014 aus.

Gegen Hannig hatten die Freien Wähler Michael Eichinger ins Rennen geführt, der bei der Kommunalwahl am 15. März nach Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell die zweit meisten Stimmen der Marktoberdorfer Wähler erhalten hatte. Hatte Michael Eichinger bei der Entscheidung des ersten Stellvertreters noch das Nachsehen, so setzte er sich dann aber in der Wahl zum dritten Bürgermeister gegen Jörg Schneider (Bündnis90/Die Grünen) und Meinrad Seelos (Stadtteile Aktiv) durch.

Der erste Bürgermeister selbst sprach sich nachdrücklich für Wolfgang Hannig aus. Hell nannte Hannig sehr erfahren und lobte ihn als echten Manager auch in Krisenzeiten. Erst vor wenigen Wochen hatte der SPD-Mann die Geschäfte im Rathaus leiten müssen, als Dr. Wolfgang Hell und fast die komplette Führungsmannschaft unter Quarantäne standen. Hannig gelte zudem, so Hell, als fairer und versierter Verhandlungspartner in Grundstücksangelegenheiten, als Vertreter, in den auch die Mitarbeiter des Rathaus ihr Vertrauen setzten. Dr. Andrea Weinhart, Fraktionssprecherin der Freien Wähler, wollte all dem zwar nicht widersprechen, hob jedoch hervor, dass gerade mit Michael Eichinger als zweitem Bürgermeister der Wählerwille berücksichtigt werde und auch die verjüngte Besetzung des neuen Stadtrats durch einen jüngeren Kandidaten gewürdigt sei. Außerdem beschrieb sie Eichinger als Teamplayer, der großen Wert auf die Beteiligung der Bürger lege.

So votierte die Mehrheit des Stadtrats denn auch für Eichinger, allerdings erst in der folgenden Runde, als es um die Wahl des dritten Bürgermeisters ging. Dann nämlich behauptete sich Michael Eichinger und erhielt im ersten Anlauf die nötigen 13 von 25 Stimmen. Für Jörg Schneider stimmten fünf Stadträte, für Meinrad Seelos sieben.

von Angelika Hirschberg

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