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Zehn Jahre erfolgreiche Integrations-Arbeit mit Vorschulkindern

Happy Birthday für Hippy

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Während einzelne Kinder auf dem Spitalhof noch ihren davon fliegenden Luftballons nachschauten, fühlte sich OB Stefan Bosse in der Menge sichtlich wohl.

Kaufbeuren – Die Verantwortlichen dieses speziellen Mutter-Kind Programms, organisiert von der Katholischen Kinder- und Jugendhilfe Kaufbeuren-Ostallgäu, hatten zum zehnjährigen Jubiläums-Diplomfest anlässlich des Abschlusses des Hippy-Jahres eingeladen.

Bei diesem Fest zeigte sich Oberbürgermeister Stefan Bosse gut informiert. „Hippy“, so erklärte er, steht für „Home Instruction for Parents of Pre-school Youngsters“. Frei übersetzt also ein in den eigenen vier Wänden durchgeführtes Lernprogramm, das sich an die Eltern von Vorschulkindern richtet.

Die Erfolgszahlen: 33 Mütter von 36 Kindern aus 19 Nationen konnten im Schuljahr 2017/18 von diesem Programm für die intensive Schulvorbereitung profitieren. Den sichtlich stolzen Kindern wurde im Rahmen eines unterhaltsamen Festprogramms feierlich eine Medaille und ein Diplom für die erfolgreiche Teilnahme überreicht.

Mutter-Kind im Mittelpunkt

„Die Mütter sind der Schlüssel zum Erfolg“, erläuterte OB Bosse gegenüber unserer Zeitung. Ohne die Mütter wären eine spätere nachhaltige Beschulung und eine Integration dieser Familien mit Migrationshintergrund nicht denkbar. Diese Maßnahme zielt auf die Verbesserung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit von Müttern und Kindern. Daneben werden aber auch die Neuzugezogenen an die reguläre Betreuung in den Kindertageseinrichtungen herangeführt. Der regelmäßige Besuch, den viele aus ihren Heimatländern nicht als verpflichtend kennen, ist zweifelsfrei für die Vorbereitung auf die Schule unbedingt erforderlich. Vermittelt werden im Bedarfsfall auch weiterführende Fördermaßnahmen.

Was geschieht konkret: Im zweiwöchigen Rhythmus trifft man sich in der Kaufbeurer oder Neugablonzer Gruppe oder das fachlich hochqualifizierte Personal besucht die Familien an ihrem Wohnort. Betont wird vor allem, wie eng emotionale Beziehung, Erziehung und Bildung vernetzt sind.

Kindgerechte Hippy-Materialien wie Unterrichtshefte und Bilderbücher dienen einem systematischen pädagogischen Vorgehen in den gemeinsamen Stunden. Die reinen Materialkosten belaufen sich jährlich auf 130 Euro für die Eltern. Die nicht unerheblichen Personalkosten werden zu zwei Dritteln von der Stadt Kaufbeuren und zu einem Dritte von Förderpartnern und über Spenden abgedeckt.

Angebot für 18 Kinder

Während sich dieses niederschwellige Angebot an Vorschulkinder zwischen drei und sechs Jahren richtet, gibt es seit einem Jahr für die Flüchtlinge in den Unterkünften der Neugablonzer Straße 96 und 98 ein ähnliches Hippy-Angebot für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr. Die wöchentlichen Hausbesuche werden von den Familien nach einer Zeit des Kennenlernens bereitwillig angenommen. Man kennt sich, man schätzt sich, denn beim gemeinsamen Spielen, Malen und Turnen kommt man sich über kulturelle und sprachliche Barrieren hinweg schnell näher.

Die positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass es gerade für die jungen Eltern wichtig ist, dass sie wöchentlich in ihrer vertrauten Umgebung betreut werden. Einstimmig sprach sich der Jugendhilfeausschuss jüngst dafür aus, dieses Projekt um ein weiteres Jahr zu verlängern. Die jährlich anfallenden Kosten belaufen sich für den Haushalt der Abteilung Kinder, Jugend und Familie auf 13.500 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für Spiel- und Fördermaterial enthalten, so dass die Beteiligung für die Eltern kostenneutral ist. Auf jeden Fall eine lohnende Investition, weil dadurch der unproblematische Übergang in Kindertageseinrichtungen und später in die Grundschule wesentlich erleichtert wird.

von Peter Suska-Zerbes

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