Harl.e.kin: Seit zehn Jahren Betreuung früh- und risikogeborener Kinder in Kaufbeuren

Wertvoll für Babys und Eltern

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Zum zehnten Geburtstag hatte „Harl.e.kin Nachsorge Kaufbeuren“ eingeladen und viele Gäste waren der Einladung gefolgt. Das Foto zeigt das gesamte Team: Ralf Grath (v. li; GF Lebenshilfe Ostallgäu), Dr. Markus Rauchenzauner (Chefarzt Kinderklinik Kaufbeuren), Selina Gleich (Kinderkrankenschwester), Karin Bruckmeier (Leiterin der Frühförderstelle), Dagmar Tuschinski (Kinderkrankenschwester), Klaus Prestele (GF Lebenshilfe Ostallgäu), Claudia Eichinger (Kinderkrankenschwester), Dr. Renate Berger (Harl.e.kin-Koordinatorin), Stefanie Ugurlu (Kinderkrankenschwester), Rita Nicola (Psychologin), Alexandra Zizlsperger (Heilpädagogin) und Dr. Marianne Mayer (Chefärztin Frauenklinik).

Kaufbeuren – Zu einer Jubiläumsfeier anlässlich des zehnten „Geburtstages“ hatte dieser Tage das Team der „Harl.e.kin Nachsorge Kaufbeuren“ in die Sparkassen-Passage eingeladen.

Wie Dr. Renate Berger, Standortkoordinatorin für Kaufbeuren, erklärte, wurde Harl.e.kin im Jahre 2003 am Krankenhaus München-Harlaching gegründet, wobei diese Abkürzung nichts mit den sogenannten „Klinik-Clowns“ zu tun habe, sondern für „Harlachinger Eltern-Kind-Nachsorge“ steht. Als Pilotprojekt damals ins Leben gerufen, sind mittlerweile 22 derartige Standorte über ganz Bayern verteilt.

Im Jahre 2007 wurde „Harl.e.kin Nachfolge“ in Kaufbeuren gegründet und ist, wie Dr. Renate Berger erklärte, in der Zwischenzeit eine gelungene „runde Sache“ geworden. Zwischen 30 bis 40 Familien mit früh- oder auch risikogeborenen Kindern werden pro Jahr von einem qualifizierten Team von Kinderkrankenschwestern und Spezialistinnen der Lebenshilfe Ostallgäu betreut. Dabei beginnt diese Betreuung bereits in der Klinik und findet ihre Fortsetzung in einer fachkompetenten alltagsnahen Beratung und Begleitung in Form von Hausbesuchen. Dabei werde größte Aufmerksamkeit für alle Sorgen, Nöte und Anforderungen aufgebracht, um die betroffenen Familien dahingehend zu unterstützen, mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Baby zu bekommen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse dankte in seinem Grußwort, für die in all den zurückliegenden Jahren geleistete Arbeit. Dabei sei der Fokus nicht auf Technik, sondern in erster Linie auf Wärme und Geborgenheit ausgerichtet. Mit Stolz und Hochachtung blicke man in Kaufbeuren auf diese Einrichtung, die mit der Lebenshilfe Ostallgäu einen starken Partner zur Seite habe. Es folgten weitere Grußworte von Karin Bruckmeier, Leiterin der Frühförderstelle, dem Chefarzt der Kaufbeurer Kinderklinik Dr. Markus Rauchenzauner und Ralf Grath, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu. Übereinstimmend wurde dabei festgestellt, wie wichtig für betroffene Familien von früh- und risikogeborenen Kindern eine einfühlsame fachliche Unterstützung durch erfahrene Fachkräfte ist.

In einem kurzen Podiumsgespräch zum Thema „Nachsorge – warum und wie“ hatte das Team der „Harl.e.kin Nachsorge Kaufbeuren“ die Möglichkeit, sich selbst und die dabei geleistete Arbeit etwas näher vorzustellen. Nicole Thiele von der „Europäischen Stiftung für Früh- und Neugeborene“ (EFNCI) ging in ihrem Beitrag „Herausforderungen und Bedürfnisse von Familien nach einer Frühgeburt“ noch einmal recht anschaulich auf die sich ergebenden Probleme einer Frühgeburt und Erkrankungen bei einem Neugeborenen ein und wies auf die sich dabei ergebenden Unsicherheiten und Ängste im Familienkreis hin. Hier zeige sich wie wichtig und wertvoll eine fachgerechte Unterstützung sein könne.

Von ihren eigenen Erfahrungen und Unsicherheiten mit einem Frühgeborenen berichteten drei betroffene Mütter. Ihnen wurde in einer schweren Zeit nach der Geburt ihres Frühchens von „Harl.e.kin“ sehr geholfen. Übereinstimmend erklärten dabei die Mütter inzwischen gesunder und gut entwickelter Kinder, dass sie ohne diese Organisation all die Probleme nach der Geburt ihrer Kinder nicht schadlos überstanden hätten. Nachdem eine weitere Betreuung auch jetzt noch jederzeit möglich sei, würde man sich bei Bedarf selbst heute noch vertrauensvoll ans „Harl.e.kin-Team“ wenden.

Bei einem kleinen Imbiss, musikalisch von Leo Link und Partner begleitet, bestand für die zahlreich erschienenen Gäste die Möglichkeit, sich auszutauschen und Erfahrungen weiterzugeben. Dankbar nahm Koordinatorin Dr. Renate Berger eine Geldspende vonseiten der Sparkasse Kaufbeuren entgegen, die sich auf diese Art und Weise für die jahrelange gute Zusammenarbeit „mit Herz und Verstand“ bedanken wollte.

von Klaus-Dieter Körber

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