Keine Neuverschuldung und geringere Last für Gemeinden

Kreis-Haushalt mit Überschuss 

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Investitionen sind im kommenden Jahr vor allem im Bereich Infrastruktur und Bildung eingeplant. Der Schulbetrieb wird mit dem höchsten Budget von sieben Millionen Euro finanziert, für den baulichen Unterhalt der Schulen im Landkreis sind 2,4 Millionen Euro vorgesehen.

Landkreis – Mit „erfreulichen Nachrichten“ ging Landrat Johann Fleschhut in die erste Beratung zum Haushaltsentwurf 2014, die am vergangenen Montag den Belangen für Kultur, Sport und Ehrenamt galt.

Der gesamte Ostallgäuer Haushalt fürs kommende Jahr soll dann am 13. Dezember vom Kreistag beschlossen werden. In einem ersten Überblick über den Haushalt 2014 mit einem veranschlagten Gesamtvolumen von über 108 Millionen Euro zeichneten Fleschhut und Kreiskämmerer Robert Pöschl ein vorläufig positives Bild: trotz angespannter Lage rechne man mit einem Überschuss. „Die Finanzen sind im Griff, die Weichen für einen verantwortungsvollen und generationengerechten Haushalt gestellt“, stimmte Fleschhut die Ausschussmitglieder ein. Im Vordergrund standen bei dieser ersten Beratung die Themen Kultur, Sport und Ehrenamt. 

Keine Neuverschuldung

Für 2014 werde es keine Neuverschuldung geben. Im Gegenteil, der Schuldenberg von stattlichen 50 Millionen Euro soll im nächsten Jahr um rund 1,5 Millionen Euro gesenkt werden. Als langfristiges Ziel nannte Pöschl den kontinuierlichen Abbau von mindestens einer Million Euro Schulden pro Jahr. Zusätzlich seien Einsparungen von mehr als 1,6 Millionen Euro geplant, die als Rücklagen für Defizite aus dem Kommunalunternehmen (KU) der Kliniken vorgesehen sind. Zwar liege noch kein Wirtschaftsplan 2014 des KU vor, so Pöschl, es sei jedoch jeweils ein Defizitausgleich in Höhe von 4,5 Millionen Euro für 2014 und 2015 veranschlagt. Dies alles mit eingeplant, rechnet der Kreiskämmerer zudem mit einem Überschuss von rund 800.000 Euro, die den bestehenden Rückstellungen in der Kasse des Landkreises zugeführt werden sollen. 

Kreisumlage sinkt 

Der erfreulichen Nachrichten nicht genug, lassen eine steigende Umlagekraft in Höhe von 116 Millionen Euro sowie Leistungen aus dem kommunalen Finanzausgleich den Kreiskämmerer Mehreinnahmen von rund 1,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erwarten. Daher sei eine Senkung der Kreisumlage von 0,5 Prozentpunkten auf 48 Prozent vertretbar, äußerte sich Landrat Fleschhut gegenüber den Kreisräten. Diese Senkung entlastet die Kommunen um knapp 600.000 Euro. von Angelika Hirschberg

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