„He du hee“

Ein buntes Publikum fand sich vergangenen Montag gut gelaunt im fasnachtlich geschmückten Modeon zur Premiere der Oberdorfer Fasnachtsabende ein. Sogar Cäsar und Cleopatra gaben sich im „Oberen Dorf“ die Ehre.

Mit einem fröhlichen Fasnachtslied begrüßten große und kleine Clowns die Anwesenden aus nah und fern. Es folgte eine äußerst unterhaltsame Mischung aus Tanz, Gesang, Musik, Satire, Sketchen und Akrobatik. Dabei war nicht nur inhaltlich Einiges an geboten. Auch das Bühnenbild und die Kostüme waren abwechslungs- und einfallsreich. Für gute Stimmung sorgte auch die Showband „Voice“, die den ganzen Abend passend musikalisch untermalte. Und zwar bei Weitem nicht nur mit dem klassischen Fasnachts-Tusch. Die Musik war perfekt auf die verschiedenen Einlagen abgestimmt – und das live. Viele Lacher auf ihrer Seite hatten die Altfasnachter, die sich auf dem Deckelplatz über Oberdorfer Missstände und Geschichten aus dem alltäglichen Leben ausließen. Man glaubt kaum, was man während einer Rotphase an der Ampel an der Rauhkreuzung alles erledigen kann… Bei „Ostallgäu sucht den Supergockel“ kam es zu heißen Wortgefechten des prächtigen Federviehs. Letztendlich gewann dann doch der Gockel aus „Beira“, dabei sind doch die Marktoberdorfer so schön. Das behaupteten zumindest die Jungfasnachter. „Live auf MTV“ kürten sie Marktoberdorf als „funky It-Location“. Das läge nicht nur am „FC Schön“ – dem FC Thalhofen, bei dem die Mädels mehr kreischen als bei Tokio Hotel. Auch der innovative Straßenbau mit Schlaglöchern zum Aufwachen oder die pure Erholung, weil es einfach „nix zu tun gibt“ in der Kreisstadt, ließen MOD den Preis als tollste Stadt gewinnen. Neben den neun jungen, motivierten Fasnachtern von den „Ver-Sprechern“ war auch sonst viel Narren-Nachwuchs zu bestaunen. Die jungen Turner boten eine spring- und sprunggewaltige Panzerknacker-Nummer und überwanden damit jede Mauer. Die „New Generation“ legte ein paar fetzige Tanznummern aufs Parkett der Bühne. Auch die Tanzgruppe „Firebirds“ begeisterte mit ihrer sexy Moulin-Rouge-Einlage. Natürlich bekamen auch Bürgermeister Werner Himmer und die Kommunalpolitik ihr Fett weg. Sabine, die Fasnachtsfriseurin, ließ kein gutes Haar an sämtlichen Politikern. Auch Landrat Johann Fleschhut musste sich einige Spitzen zum Umbau des Landratsamtes in „sein Schloss“ gefallen lassen. Beim gemütlichen Kaffeekränzchen im Café Greinwald wurde so ziemlich jeder, der stadtbekannt ist, durch den Kakao gezogen. Trotz aller Frechheiten und persönlichen Anspielungen, ist die Premiere den Oberdorfer Fasnachtern dieses Jahr gelungen. Und so sangen am Ende alle zusammen voll Inbrunst die Hymne: „Gott mit dir, du Stadt im Allgäu.“

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