Frau Holle trifft Lucky Luke

Hee Du, hee! Beim Gaudiwurm in Marktoberdorf sind die Narren los

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Der Oberdorfer Gaudiwurm begeisterte zehntausende Besucher.
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Der Oberdorfer Gaudiwurm begeisterte zehntausende Besucher.
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Der Oberdorfer Gaudiwurm begeisterte zehntausende Besucher.
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Der Oberdorfer Gaudiwurm begeisterte zehntausende Besucher.
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Der Oberdorfer Gaudiwurm begeisterte zehntausende Besucher.

Marktoberdorf – Bunte Gesellen und wild gewordene Spezies trafen sich am Faschingssonntag zum großen Spektakel in Marktoberdorf. Der Gaudiwurm, einer der größten Faschingsumzüge in ganz Bayerisch-Schwaben, ward losgelassen.

Mit dabei waren die Pumuckl vom Pfeifenclub Bidingen, die Tunnelbauer aus Bertoldshofen, der Mühleisen Franz (nachgebaut von Christiane Mayr) und die griechischen Götter aus Hopferbach. Karius und Baktus (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) trafen auf Lucky Luke und die Daltons (Burschenverein Geisenried), Udo Guggenmosi (Trachtenverein Marktoberdorf) auf die Altdorfer Barbiere. Die Geisterpiraten der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf erlitten Schiffbruch, die Fasnachter aus Stötten und Hofen fuhren lieber mit der Bahn und ließen Greta in Bernbeuren zurück, und die sieben Zwerge trugen ihr Schneewittchen im Glassarg vorbei.

Ein buntes Miteinander trieb ausgelassen durch die Oberdorfer Straßen. Rund 3,5 Kilometer war der fröhliche Umzug lang, an dem rund 1700 Teilnehmer in 64 Zugnummern beteiligt waren. Sie alle zeigten sich farbenprächtig kostümiert, laut, launig und lustig. Neben drei Einzelgängern, 34 Fußgruppen, vier Kleinwagen und 37 Großwagen, waren zehn Musikkapellen im Einsatz rund um den Faschingsspaß. Schon seit Anbeginn des Gaudiwurms vor 54 Jahren präsentieren sich die „Rocker“ des Motorsportclub (MSC) Marktoberdorf, der Trachtenverein, heuer als Pforzener Menschenaffen, und die Stadtkapelle als tierische Musikanten. Zum ersten Mal zogen die Gruppen Mayr, die Fasnachter Stöttwang als Figuren aus Grimms Märchen und die Wirbelzwerge aus Marktoberdorf unter dem Motto „Die Welt ist rund und wir sind bunt“ mit.

Klamauk und Konfetti

Rund 35.000 Zuschauer hat das närrische Spektakel laut Veranstalter und trotz stürmischer Böen nach Marktoberdorf gelockt. Die meisten waren ebenfalls kostümiert und in ausgelassener Stimmung. Fleißig antworteten sie auf den dreimaligen Marktoberdorfer Faschingsruf „Hee Du, hee!“, was regelmäßig mit Süßigkeiten für die Kinder belohnt wurde. Für die großen Besucher gab`s von den Altdorfer Barbieren allerdings höchstens eine Ladung Rasierschaum ums Kinn und der Schneidersohn aus „Tischlein deck dich“ holte lachend den Knüppel aus dem Sack. Im Fasching ist eben (fast) alles erlaubt. Und hast Du‘s nicht gesehen, dreht Dir die Hexe eine lange Nase und der Vampir kommt mit der (Gummi-)Spinne vorbei.

Das Wetter spielte ebenfalls mit: So regnete es faschingsgemäß jede Menge Konfetti und allenfalls Frau Holle zauberte aus einem Kissen den Schnee herbei.

Wikinger, Indianerhäuptlinge, Agenten und Vogelscheuchen – sie alle einte der Gaudiwurm am Faschingssonntag. Nicht nur die Teilnehmer der Umzugsparade, auch die Besucher kamen teils von weit her. Gemeinsam feierten sie auch nach dem Gaudiwurm noch weiter.

von Angelika Hirschberg

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