Aufruf

Heimunterricht in Corona-Krise: Bedürftige Schüler im Ostallgäu benötigen Laptops

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Das Landratsamt ruft zur Laptop-Spende für bedürftige Schüler auf.

Ostallgäu – Durch die aktuelle Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen haben auch Schüler im Ostallgäu Heimunterricht. Dafür braucht es ab der fünften Klasse einen Computer – doch in manchen Familien fehlt das Geld für ein solches Gerät. Landrätin Maria Rita Zinnecker ruft alle Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger auf: „Bitte spenden Sie funktionsfähige, nicht mehr benötigte Laptops, um betroffenen Schülerinnen und Schülern in unserem Landkreis ein kontinuierliches Weiterlernen des Unterrichtsstoffs zu ermöglichen.“

Die Daten auf den Laptops werden laut Landratsamt datenschutzkonform gelöscht. Die Geräte erhalten danach ein Linux-Betriebssystem und weitere freie Software für den Unterrichtseinsatz. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter leiten die Laptops an die Familien weiter. Desktop-Computer sind aufgrund logistischer Herausforderungen und der meist beengten Wohnverhältnissen bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht geeignet.

Nachbarschaftshilfen in den Gemeinden holen die Laptops kontaktlos ab. Jeder Spender kann dazu einen Abholtermin ausmachen. Die Kontaktdaten der Nachbarschaftshilfe vor Ort gibt es auf folgender Internetseite: www.landkreis-ostallgaeu.de/corona-ehrenamt.html.

Bei einer Spende von mehr als zehn Laptops werden diese vom Landratsamt direkt beim Spender kontaktlos abgeholt. Hierzu und für alle weiteren Fragen hilft die Bildungskoordination des Landkreises unter Telefon 08342/911-511 oder per E-Mail an bildungsregion@lra-oal.bayern.de.

Update vom 23. April, 6.29 Uhr: Der Bund will zur besseren technischen Ausstattung von Schülern in der Corona-Krise 500 Millionen Euro für den Unterricht am heimischen Computer zur Verfügung stellen. Dadurch sollen bedürftige Schüler einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von entsprechenden Geräten erhalten, wie die Spitzen der GroKo am frühen Donnerstagmorgen nach einem Treffen mit Angela Merkel (CDU) in Berlin mitteilten.

kb

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