Erzabt Öxler zu Gast beim Landfrauentag

"Ihr seid ein Vorbild"

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Ein Erzabt mit Herz und Witz beim Landfrauentag in Marktoberdorf. Wolfgang Öxler ermunterte die Bäuerinnen und Gäste, ihre Talente unter die Leute zu bringen.

Marktoberdorf – Mit einem Segen begann der diesjährige Tag der Landfrauen in der frühlingshaft geschmückten Halle des Modeons. Segenspender und Ehrengast der Ostallgäuer Bäuerinnen war Erzabt Wolfgang Öxler vom Kloster Sankt Ottilien, der in seinem heiteren Vortrag das Publikum einlud, sich ins Leben einzubringen.

„Spare deinen Wein nicht auf für morgen“ zitierte er den ostdeutschen Liedermacher Gerhard Schöne und zeichnete ein Bild vom Leben, das nur durch Schenken reich mache. Erzabt Öxler warnte davor, sich aus allem rauszuhalten, auf das ganz Große zu warten, „sich fürs Himmelreich aufzuheben“. „Leben ist mehr als funktionieren“, sagte er mitreißend, „spart nicht mit Liebe, nicht mit Mut. Bringt Eure Talente unter die Leute.“ 

Der Erzabt nahm seine Zuhörer regelrecht an die Hand, führte durch seinen Vortrag mit Witz und Herz und ermunterte zu einem lebhaften Austausch. Genau so hatte es sich Kreisbäuerin Gabi Paulsteiner in ihrer Begrüßung gewünscht, die auch in diesem Jahr mit der Veranstaltung einen Festtag in den Alltag der Bäuerinnen einrichten wollte. 

Sie sprach sich in ihrer Begrüßung dafür aus, Bauern nicht an den Pranger zu stellen, wenn in der Nutztierhaltung statt Nostalgie moderne Technik einzieht. „Auch wir brauchen Zukunftsperspektiven!“, mahnte sie. Zahlreiche Gäste, wie die stellvertretende Landrätin Angelika Schorer, MdB Stephan Stracke, Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und der Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dr. Paul Dosch sprachen den Landfrauen ihre Unterstützung und ihr Dankeschön aus. 

„Ihr seid ein Vorbild“, nannte es Angelika Schorer, „Managerinnen unter Mehrfachbelastung, die mit Freude an der Natur und an der Arbeit sind, die die Landwirtschaft weiterentwickeln und die menschlichen Impulse setzen.“ Eine Trachten-Modenschau sowie Stände mit Büchern, Kerzen, Getöpfertem und Gefilztem im Foyer rundeten das Programm des Landfrauentags ab.

von Angelika Hirschberg

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