Stadtrat muss dem Vorhaben noch zustimmen

2,1 Hektar großes Wohnbaugebiet soll in Oberbeuren entstehen

Grafik Bebauung Oberbeuren
+
Auf rund 2,1 Hektar soll am Ende der Salzstraße in Oberbeuren ein neues Wohnbaugebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern entstehen. Dabei werden auch Maßnahmen im Bereich von Grund- und Zeisenbach erforderlich.

Kaufbeuren – Seit der Zustimmung zu einem Planungskonzept im Jahre 2016 hat die Planung für ein neues Wohnbaugebiet am südwestlichen Ortsrand von Oberbeuren im Bauausschuss eine weitere Hürde genommen. Gegen vier Stimmen und mit deutlicher Mehrheit gab der Ausschuss in seiner letzten Sitzung eine Empfehlung für die Annahme des Bebauungs- und Grünordnungsplanes in der jetzigen Fassung für das Vorhaben am Ende der Salzstraße in Oberbeuren.

Das Vorhaben mit einer Gesamtfläche von 2,1 Hektar hat bereits einen langen Weg hinter sich, der von mehreren Änderungen und Ergänzungen sowie Beteiligungen mittels Auslegungen gekennzeichnet ist. Hinzu kamen etliche umfangreiche Untersuchungen, die alle im Ergebnis keine schwerwiegenden Hinderungsgründe für eine vorgesehene Wohnbebauung darstellen. Das machte Werner Fehr seitens der Stadtplanung in der Zusammenfassung der wesentlichen Beiträge aus den Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Beteiligung deutlich. „Alle relevanten Bereiche von Wasserrechtsbehörde über Bauverwaltung und Tiefbau, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Bund Naturschutz sowie der Regierung von Schwaben waren eingebunden“, erläuterte Fehr. Auch eine Vereinbarung über die vollständige Kostenübernahme von Planungs- und Erschließungskosten durch den Vorhabenträger liege vor.

Für Oberbürgermeister Stefan Bosse war der Fall klar: „Der Vorhabenträger hat einen riesigen Aufwand getrieben. Ich denke, da kann man zustimmen.“ Das sahen Catrin Riedl (SPD) und Ulrike Seifert (Grüne) nicht so. Sowohl der Aspekt Hochwasser als auch die Nachbesserungen reichten ihnen nicht für eine Zustimmung aus. Ernst Schönhaar (CSU) bezeichnete die Vorgehensweise als „sehr umsichtig und sorgsam“ und sagte: „Der Wohnraum wird benötigt und das ist vertretbar.“

von Wolfgang Becker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf Tuchfühlung mit dem Allgäu
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf Tuchfühlung mit dem Allgäu
Kurz und knapp: Hoher Inzidenzwert hat Folgen für Buchloer Stadtratssitzung
Kurz und knapp: Hoher Inzidenzwert hat Folgen für Buchloer Stadtratssitzung
Marktoberdorfs Bürgermeister warnt vor dem geplanten Bundesgesetz
Marktoberdorfs Bürgermeister warnt vor dem geplanten Bundesgesetz
Urteil wegen mehrfacher Vergewaltigung der minderjährigen Stieftöchter
Urteil wegen mehrfacher Vergewaltigung der minderjährigen Stieftöchter

Kommentare