St. Wendelin im Stadtentwicklungsausschuss

Sanierung drängt

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Die Sanierung der denkmalgeschützten Kapelle in Osterried wird teuer. Rund 400.000 Euro kommen nach erster Schätzung auf die Stadt zu.

Marktoberdorf – Bereits vor gut zwei Jahren stürzten Teile des Deckenfreskos der Sankt Wendelins Kapelle in Osterried auf den Boden und zerbarsten.

Ein Gutachten des Architekten und Sachverständigen Christian Eger ergab nun, dass nicht nur Decke und Gemälde, sondern auch der gesamte Dachstuhl und das Dach der denkmalgeschützten Kapelle wiederhergestellt werden müssen. Die Stadt, als Eigentümerin der Kapelle, muss mit Kosten von rund 400.000 Euro rechnen, erklärte Marion Schmid, Architektin im Stadtbauamt, den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses. 

Nach längerer Diskussion stimmte der Ausschuss mit einer Gegenstimme dem Sanierungskonzept zwar zu. Aller-dings behält es sich die Stadt vor, das Gotteshaus in „würdevollem“ Rahmen später nutzen zu können – für Trauungen oder andere religiöse Feiern, wie Carl Singer (Freie Wähler) vorschlug. 

Denn angesichts der hohen Sanierungskosten und anderer dringend anstehender städtischer Baumaßnahmen fragte sich nicht nur Ausschussmitglied Eugen Kögel (CSU), ob die Erneuerung der St. Wendelins Kapelle nicht noch ein paar Jahre aufschiebbar wäre. Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell widersprach: „Wir haben keine Wahl. Wir müssen sanieren.“ Und Stadtbaumeister Ralf Baur fügte hinzu, dass eine Sanierung, je länger man warte, umso teurer würde. 

Wer sich in Marktoberdorf und darüber hinaus mit einer Spende an der Wiederherstellung des Kulturguts und Gotteshauses Sankt Wendelin in Osterried beteiligen möchte, der kann sich ab sofort an die Stadtverwaltung wenden.

von Angelika Hirschberg

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