Interkulturelle Öffnung

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Einstimmig votierten bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendringes Ostallgäu die anwesenden Mitgliedsverbände für den Haushaltsplan 2016.

Marktoberdorf/Ostallgäu – Interkulturelle Öffnung und Integration sind die Schwerpunktthemen des Kreisjugendrings für das kommende Jahr. Dies wurde in der Herbstvollversammlung deutlich. Ein weiterer Punkt ist die Partizipation Jugendlicher über das Medium, in dem sie sich ohnehin auskennen: soziale Netzwerke.

In der jüngsten Herbstvollversammlung des Kreisjugendringes KJR baute der Vorsitzende Alexander Spitschan die zukünftigen Schwerpunkte auf die drei Höhepunkte des ablaufenden Jahres auf. Der Jugendzeltplatz „RettenAu“ in Rettenbach am Auerberg wurde soweit um- und ausgebaut, dass er zukünftig von zwei Jugendgruppen genutzt werden kann. Das Freizeit- und Tagungshaus in Eschers wurde brandschutztechnisch renoviert und der Aktionstag „Jugend und Menschen mit Behinderung“ in Marktoberdorf brachte interessante Einblicke in die Behindertenarbeit vor Ort.

In seinem Grußwort an den Kreisjugendring übernahm der stellvertretende Landrat Wolfgang Hannig das Thema Inklusion als begrüßenswertes Projekt in der Jugendarbeit des Kreisjugendrings Ostallgäu. Rudolf Rösch vom Sportschützengau Kaufbeuren-Marktoberdorf stellte die Aktivitäten in der Jugendarbeit vor. Aktuell seien rund ein Drittel der 6.115 Sportschützen in 69 Vereinen Jungschützen.

Das Schießen beginne in der Altersgruppe ab elf Jahren mit Bogenschießen, ab zwölf Jahren wird mit Luftgewehr und Luftpistole geschossen und ab 16 Jahren mit dem Kleinkaliber, berichtete Rösch. „Die Höhepunkte für die Schützen und Jungschützen sind jedes Jahr die Wettbewerbe auf der Olympiaschießanlage in München und das Landesschießen beim Oktoberfest“, sagte Rudolf Rösch.

Als Vorstandsmitglied des Kreisjugendrings gab Bettina Müller die Jahresplanung für 2016 bekannt. Neben der verschiedenen Angebote für Jugendliche im Freizeithaus Eschers, dem Jugendzeltplatz „RettenAu“ und des WaldWissenSpielplatzes in Eschers sind auch Aus- und Weiterbildung für Jugendleiter vorbereitet. „Als Schwerpunktthema für 2016 ist die Interkulturelle Öffnung und die Integration vorgesehen“, betonte Müller.

Dazu soll es unter anderem einen Projekttag „Toleranz“ in Buchloe geben. „Schulworkshops zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Sexismus sind in Vorbereitung“, ergänzte die stellvertretende Vorsitzende Ursula Zwick.

Geschäftsführer und Jugendpfleger des Kreisjugendrings, Erich Nieberle, stellte den Haushaltsplan für 2016 mit rund 580.000 Euro vor, der von den Stimmberechtigten einstimmig angenommen wurde. Ein Großteil der Mittel fließt mit rund 430.000 Euro in die Jugendsozialarbeit an verschiedenen Förder- und Mittelschulen, unter anderem in Form von gebundenen und offenen Ganztagsklassen.

Neben der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf und der Mittelschule in Germaringen kommt im Haushaltsjahr 2016 die Erich-Kästner-Schule in Füssen neu dazu, wobei sich die Teams vor Ort als Gesprächspartner, Begleiter und Unterstützer der Jugendlichen verstehen. „Der Kreisjugendring sieht sich dabei neben der Katholischen Jugendfürsorge und anderen Einrichtungen als ein wichtiger Träger in der Jugendarbeit im Kreis“, sagte Nieberle.

Abschließend stellte Regina Renner, Referentin für Jugendpolitik im Bayerischen Jugendring, das Projekt „E-Partizipation“ zur Beteiligung von Jugendlichen an kommunalpolitischer Mitarbeit vor. „Insbesondere die Formen der internetgestützten Partizipation über Soziale Netzwerke wie Facebook, Kurznachrichtendienste wie WhatsApp oder spezielle Jugendbeteiligungsplattformen wie Ypart stehen dabei im Fokus“, beschrieb Renner abschließend die kommunikations-orientierten Aktivitäten.

Bei den anwesenden Jugendleitern der verschiedenen Mitgliedsverbände wurden diese Initiativen durchaus positiv für ihre vereinsinterne Jugendarbeit aufgenommen, wobei besonderer Wert auf die Problemstellungen zum Datenschutz gelegt wurde.

von Wolfgang Krusche

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