Ein Hexentanzplatz auf dem Buchl

Cucumax‘Firmeninhaber Frank Linhart erläuterte den Marktoberdorfer Stadträten seine Vision der Buchl als Abenteuerspielplatz. Foto: Sommer

„Der Buchl wird zum Hexentanzplatz“, könnte man meinen. In der Sitzung des Bauausschusses am Montag beschlossen die Stadträte einstimmig, der Wiggensbacher Firma Cucumaz den Auftrag für die Umgestaltung des Hügels „Buchl“ zu geben. Firmeninhaber Frank Linhart hatte den Räten sein Konzept an Hand eines Modells vorgestellt. Der Spielplatz steht unter dem Motto Hexen und Walpurgis.

Im Rahmen des Vorhabens, die Buchl im Ortskern Marktoberdorfs zu attraktiveren und zu einem Naherholungsziel mit Abenteuerspielplatz und Freizeitsportgelegenheit auszubauen, hatte Linhart ein Konzept entwickelt. Dieses sieht den Umbau der Buchl mit diversen Spiel- und Sportgeräten, unter anderem einer Rutsche, Klettergerüsten und einer „Nimbusschaukel“ vor, dazu noch ein „Hexenhäuschen“ mit Blick auf den Fußballplatz sowie eine Feuerstelle. Diese, so ist angedacht, soll über die Stadtverwaltung reserviert werden können. Sämtliche Bauten sind dem Thema Hexen und Walpurgis nachempfunden und, so Linhart, „vandalismussicher“. Dies war der einzige Punkt, bei dem Franz Barnsteiner Bedenken hatte, konnte sich aber überzeugen lassen, dass vor allem die Holzbauten äußersten Belastungen standhalten könnten, da er nur Buche- und Rubinienhölzer verwende, so Linhart. Die verwendeten Seile seien mit Stahlkabeln verstärkt, lediglich bei extremer Gewalt, etwa Feuer gegen ein Seil oder Netz, könne man diese zerstören. Auch habe er den Weg zur Feuerstelle so angelegt, dass Fahrzeuge zur Reinigung des Platzes leicht anfahren könnten. Mit Findlingen und Felsen sowie Wurzelstöcken soll das rund 35 auf 40 Meter große Areal vor den Tischtennisplatten verwandelt werden, höchste Erhebung wird künftig der Feuerberg sein. Den Stadträten gefiel das Konzept auf Anhieb, viele brachten ihre Erleichterung zum Ausdruck, dass es nun endlich weitergehe mit der Buchl. Stadträtin Klara Knestel empfand es als gut, dass man quasi zurück zu den Wurzeln, vor allem bei den Spielgeräten aus Holz, gehe. Bürgermeister Walter Schillhansl äußerte dazu, dass man damit sogar zwei Spielplätze auf der Buchl errichte, die Finanzierung sei indes über den Haushalt gesichert, wobei der Sitzungsleiter hierbei in der nicht öffentlichen Sitzung noch ein paar Worte äußern wollte. Die Buchl verträgt das, so Schillhansl über die Investition. Einstimmig schlossen sich die Räte dieser Meinung an und beschlossen die Auftragsvergabe an die Firma Cucumax, die bereits diverse Spielplätze in Marktoberdorf realisiert hat.

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