Unterstützung

Hilfsbereitschaft in Corona-Krise: Schutzkleidungsfirma Franz Mensch aus Buchloe beeindruckt

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Die Firma Franz Mensch aus Buchloe kommt mit dem Verschicken von Schutzkleidung kaum hinterher. Das Foto zeigt Geschäftsführer Axel Theiler.

Buchoe – „Wir sind mehr als beeindruckt und überwältigt vom Engagement und dem Zusammenhalt der Menschen hier vor Ort“, erzählen Achim und Axel Theiler, Geschäftsführer der Franz Mensch GmbH. Über 850 Hilfsangebote erreichten den Schutzbekleidungs-Hersteller seit vergangenen Freitag, 20. März. Über den Rundfunk und die sozialen Medien hatte das Unternehmen dringenden Bedarf an Unterstützung in der Logistik gemeldet.

Sofort-Hilfe: Elf neue Mitarbeiter

Franz Mensch versorgt Krankenhäuser und Ärzte mit Schutzkleidung. Aufgrund der Corona-Krise stieß die Logistik an ihre Grenzen. „Wir brauchten Hilfe, damit wir helfen können“, so Axel Theiler weiter. Am Montag starteten elf neue Mitarbeiter, die beim Verpacken von Overalls, Atemmasken und anderen essentiellen Waren für das Gesundheitswesen mit anpacken. Weitere acht Neueinstellungen sind geplant.

Die Geschäftsführer Achim und Axel Theiler sind erleichtert: „Wir sagen allen, die sich gemeldet haben, von ganzem Herzen danke. Sie haben uns und ganz Deutschland in dieser Notlage sehr geholfen.“ Viele Angebote kamen demnach von Selbstständigen und aus Bereichen, die von den aktuellen Schließungen betroffen sind.

Aktuelle Liefersituation bei Franz Mensch

Mundschutz und Atemschutzmasken sind aktuell vergriffen. Franz Mensch konnte aber weiteren Nachschub ordern. Knapp 60 Millionen Mundschutzmasken und zwei Millionen Atemschutzmasken werden in den kommenden Wochen erwartet. Normalerweise würde ein Bestand an Mundschutz in dieser Größenordnung für sechs Jahre reichen. Aktuell entspricht das dem Bedarf für nur einen Monat, teilt das Unternehmen mit.

Auch im Bereich der Schutzbekleidung ist neue Ware unterwegs: 80.000 Overalls, 130.000 Schutzbrillen und 1,3 Millionen Schutzkittel. Das Team bei Franz Mensch arbeitet unter Hochdruck an weiteren Bestellungen, da auch diese Bestände in wenigen Wochen vergriffen sein werden. Mittlerweile nimmt auch der Bund Waren in großen Mengen, um die zentrale Versorgung des Gesundheitssektors voranzutreiben.

Ungebrochene Flut an Anfragen

Das Unternehmen wird regelrecht überrannt mit Aufträgen von Krankenhäusern, Ärzten, Gesundheitsämtern und Pflegediensten. Allein vom vergangenen Freitag auf Samstag wurden laut Geschäftsführung über 1000 Aufträge bearbeitet und für den Versand vorbereitet.

kb

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