Quirliger Weltraumspaß

Kinokritik: "Guardians of the Galaxy Vol. 2"

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Gamora (Zoe Saldana), Nebula (Karen Gillan), Star-Lord/Peter Quill (Chris Pratt), Drax (Dave Bautista) und Rocket.

2014 etablierte Marvel mit „Guardians of the Galaxy“ ein eigenwilliges Heldenteam, das nicht nur im Weltraum, sondern auch im Kino für ordentlich Furore sorgte. Nun kehren Peter Quill alias Star-Lord, Rocket, Gamora, Drax und Baby Groot zurück auf die Kinoleinwand, um in ihrem zweiten großen Abenteuer „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ erneut für humorvolle und actionreiche Unterhaltung zu sorgen.

Inhalt

Die Handlung der Fortsetzung des humorvollen (Super-)Helden-Abenteuers setzt kurze Zeit nach den Ereignissen von „Guardians of the Galaxy“ ein: Nachdem Peter Quill alias Star-Lord (Chris Pratt) gemeinsam mit Rocket, Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista) und Groot den Planeten Xandar und seine Bewohner gerettet hat, sind sie im ganzen Universum bekannt. Als Söldner reisen sie seither durchs All, um das Universum zu beschützen. Im Auftrag von Ayesha (Elizabeth Debicki), der Anführerin der Sovereign People, bekämpfen die Guardians ein interdimensionales Monster.

Als Dank für ihre Dienste erhalten sie Nebula (Karen Gillan), eine Killerin und Schwester von Gamora, die sie ins Gefängnis bringen will. Doch bevor der Auftrag seinen Abschluss findet, krallt sich Rocket (Stimme im Original: Bradley Cooper) ein paar mächtige Batterien und bringt sich und sein Team dadurch in Gefahr. Ayesha schickt die Ravagers auf die Jagd nach den Guardians, um die Energiequelle wiederzubekommen. Da sich Yondu (Michael Rooker) jedoch weigert, seinen Ziehsohn Star-Lord zu verfolgen, kommt es zur Entzweiung der Ravagers. Taserface (Chris Sullivan) übernimmt das Kommando und jagt die Guardians quer durch die Galaxie. Inmitten des Chaos stößt das Heldenteam auf Ego (Kurt Russel), einer tragenden Figur aus Peters Vergangenheit, die für weitere Probleme sorgt.

Rezension

Regisseur James Gunn setzt die Geschichte der „Guardians of the Galaxy“, die 1969 von Arnold Drake und Gene Colan in die Comicwelt eingeführt wurden, im gleichen Stil des ersten Films fort. Während die Songs des neuen fantastischen Mixtapes „Awesome Mix #2“ Tempo, Stimmung und Schwung vorgeben, kämpft das Team gemeinsam für seine Ziele und wächst dabei als Familie zusammen. Die Chemie zwischen den Figuren stimmt noch immer und wird erneut auf die Probe gestellt.

Groot, der im ersten Film bis auf seine Samen zerstört wurde, ist zu einer neuen Pflanze herangewachsen. Diese befindet sich jedoch noch in den Windeln, was dem Film einen unverwechselbaren Humor verleiht. Baby Groot ist ebenso eigensinnig und wortkarg wie im ersten Teil, sorgt aber mit seinen kindlichen Ansichten und Fehlverhalten für weitaus mehr unvorhersehbare Ereignisse.

Peter Quills Vergangenheit wird abermals betrachtet. Seine bisher unbekannte Herkunft wird gelüftet, wodurch eine packende Geschichte entsteht. Während alte Gegner zu neuen Verbündeten und Fremde zu unterstützenden Freunden werden, erscheinen neue Feinde auf der Bildfläche, deren Vernichtung oberste Priorität hat. Im Fokus des zweiten Films steht die Familie im übertragenden Sinne. Sowohl Peters Herkunft, als auch die von Gamora werden abermals thematisiert und bebildert. Unerwartete Parallelen tun sich auf und bereichern die Geschichte mit interessanten und unerwarteten Fakten und Hintergründen.

Wie man es von einer Marvel-Verfilmung gewohnt ist, gipfelt sich das Abenteuer in einem schier unendlichen Weltall, das komplett am Computer entstanden ist. Der Oscar-nominierte Visual Effects Supervisor Christopher Townsend („Avengers: Age of Ultron“) und der Special Effects Supervisor Dan Sudick („Marvel´s the Avengers“) haben erneut eine beeindruckende Arbeit geliefert und erheben das farbenfroge Abenteuer aus dem Universum der Superhelden auf eine neue visuelle Ebene, in der nichts mehr unmöglich scheint. In dieser faszinierenden Welt vereinen sich die bekannten Helden mit neuen Wesen und Figuren, wie Mantis (Pom Klementieff), zu einer unschlagbaren Elite im Kampf gegen das Böse.

Neben dem einzigartigen Look der Kulissen und der fein ausgeklügelten Figuren spielt der Humor eine überaus große Rolle. Die knackigen Dialoge, Wortwitze und Sticheleien zwischen den Figuren machen einfach nur Spaß und laden zum herzlichen Lachen ein. Da kann man getrost über die minimalen Längen in der zugegeben nicht ganz innovativen und völlig neuartigen Geschichte hinwegsehen. Wer Marvel und deren Comic-Verfilmungen mag, wird die „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ lieben und den Kauf eines Kinotickets unter keinen Umständen bereuen.

von Sandy Kolbuch

Zum Film:

Originaltitel: Guardians Of The Galaxy Vol. 2

Land: USA

FSK: 12

Regisseur: James Gunn

Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Michael Rooker, Karen Gillan u.a.

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