Hochwasserschutz kostet Geld

Das fertig gestellte HWR bei Thalhofen. Das Bild zeigt links die noch nicht abgeschlossene naturfachliche Ausgleichsmaßnahme.

Bei seiner letzten Sitzung hat der Zweckverband „Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach“ sowohl den Haushaltsplan 2012 als auch den aktuellen Finanzplan mit einem Investitionsprogramm bis 2015 beschlossen. Die bereits begonnenen Projekte sind darin ebenso aufgeführt wie noch im Planungsstadium befindliche Vorhaben. Klar wurde auch, dass der Schutz vor Hochwasserschäden nicht zum Nulltarif zu haben ist.

Der 2008 gegründete Zweckverband „Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach“ war eine Folge der Überflutungen entlang dieser beiden Flussläufe. Nur ein fundiertes Hochwasser-Schutzkonzept im Verbund aller betroffenen Ge- meinden könne langfristig einen wirksamen Schutz gegen Hochwasser bewirken. Daher nimmt der Zweckverband mit seinen elf Mitgliedsgemeinden zwar viel Geld in die Hand, kann aber andererseits mit nahezu 75 Prozent Fördergeldern rechnen. Die derzeit insgesamt geschätzte Investitionssumme liegt bei knapp 20 Millionen Euro. Allerdings gibt es nach wie vor immer wieder auch Probleme durch die Biberpopulation, welche bei bereits abgeschlossenen Maßnahmen einen Aufstau verursacht und damit die Auffangwirkung eines Hochwasserrückhaltebeckens (HWR) zunichtemacht. „Hier müssen Lösungen im Gespräch mit den Naturschutzbehörden gefunden werden“, so Verbandsvorsitzender Josef Schweinberger. Finanzplanung bis 2014 Der Verwaltungshaushalt in Höhe von 252.000 Euro wird ebenso anteilig durch eine Umlage finanziert wie die Investitionen über 60.000 Euro. Im Vermögenshaushalt sind Aus- gaben von knapp sechs Millionen Euro vorgesehen. Dabei handelt es sich um Kosten für Projekte, die entweder in diesem Jahr begonnen wurden oder im nächsten Jahr beginnen. Darin ist im Wesentlichen die Kreditaufnahme von rund 2,3 Millionen Euro enthalten, die auch teilweise zur Zwischenfinanzierung der Zuwendungen erforderlich wird. Der Schuldenhöchststand mit etwa 8 Millionen Euro wird 2013 erwartet, wobei der Investitionsplan den Abschluss aller notwendigen Hochwasserschutz- maßnahmen bis Ende 2014 vorsieht. Die entsprechenden Kosten sind in der Finanzplanung für die Jahre 2013 bis 2014 bereits berücksichtigt. Alle Projekte im Zeitplan In einem umfassenden Bericht erläuterte Bertram Mooser vom Planungsbüro „mooser ingenieure“ den derzeitigen Sachstand aller laufenden und in Planung befindlichen Maßnahmen. Zwei HWR in Dillishausen und Thalhofen sind bis auf die naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen abgeschlossen. Weitere zehn HWR sowie kleinere Baumaßnahmen liegen im vorgesehenen Zeitplan. Eine Planunterlage zur Verwaltung des „Pools für naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen und integrale Maßnahmen“ befindet sich in der Erstellung.

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