Hochzeit im Turm

Förderverein Fünfknopfturm blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

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Auch das Heiraten im Fünfknopfturm in Kaufbeuren ist bald möglich.

Kaufbeuren – Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Fünfknopfturm lobte der erste Vorsitzende, Klaus Müller, die erfolgreiche Arbeit des Vereins, die seit der Gründung 2014 die Anerkennung nicht nur in den Medien erfahre.

Sein Dank ging entsprechend sowohl an die regen Mitglieder als auch an die Unterstützer aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Auch sein Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2017 fiel positiv aus. Die gesteckten Ziele wurden erreicht: der Turm wurde der Öffentlichkeit zugängig gemacht und das Innere, besonders das Türmerzimmer, wurde im historisch passenden Ambiente in Stand gesetzt.

Was die erforderlichen Baumaßnahmen betrifft, besteht eine Absprache zwischen der Stadt als Besitzer des Turms und dem Verein. Die Stadt ist zuständig für den Erhalt der Bausubtanz, wozu im vergangen Jahr vom Bauamt laut Müller mindestens 160.000 Euro zur Verfügung standen. Im Gegenzug dazu übernimmt der Förderverein die Maßnahmen zur Verschönerung, wozu im letzten Jahr insgesamt eine Summe von rund 80.000 Euro aufgewendet werden musste.

Da die Rücklagen von 20.000 Euro nur einen Teil der Kosten deckten, mussten die Restmittel erwirtschaftet werden. Nicht unwesentlich zu Buche schlugen entsprechend des Berichts des Schatzmeisters, Winfried Nusser, die Mitgliedsbeiträge, die sich auf 4.200 Euro beliefen. Die Einnahmen von Führungen und Veranstaltungen hätten zudem 3.700 Euro in die Kassen gespült. Hinzu kamen Spenden von Firmen, Initiativen und Privatpersonen, die mit 40.000 Euro den Hauptposten der Einnahmen ausmachten. Aber ohne die Erlöse von bisher 17.000 Euro aus der Nagelaktion (wir berichteten) hätte der Verein deutlich rote Zahlen geschrieben.

Auf dem Hintergrund des regen Vereinslebens konnte der Kassenbericht mit 4.000 Euro Guthaben abgeschlossen werden. Im Rückblick zeigten sich die Verantwortlichen sichtlich erleichtert, denn so genau ließen sich die immensen Kosten im Vorfeld nicht festlegen.

Zugängig für alle

Der Weg für eine öffentliche Nutzung des Turmes wurde durch die Initiative des Vereins freigemacht. Von Mai bis Oktober können jeden 2. und 4. Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr Führungen mit bis zu 15 Interessierten durchgeführt werden. Für weitere Gruppenführungen ist die Tourist Information Kaufbeuren zuständig.

Es gibt jedoch mehr: Der Turm bietet für Heiratswillige ab Mai dieses Jahres ein historisches Ambiente für standesamtliche Hochzeiten. Maria Maurus als Vertreterin des Standesamtes stellte den Mitgliedern das Konzept vor: Es wird von der Stadt geregelt, dass die Feuerwehrzufahrt nicht zugeparkt wird, und dass einschließlich des Standesbeamten sich nicht mehr als 16 Personen im Turm aufhalten.

Nach soviel Positivem war es nicht verwunderlich, dass sowohl der bisherige Vorstand als auch die Beisitzer in ihren Ämtern einstimmig von den Mitgliedern für zwei Jahre bestätigt wurden. Eine Ausnahme stellt Ex-Tourismus-Marketing Chef, Rainer Hesse, dar. Wie berichtet, verlässt er Kaufbeuren. Die ehrenamtliche Betreuung der Internetseiten bleibt somit vorerst noch offen.

von Peter Suska-Zerbes

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