Kinotipp: "Sing"

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Eine Schnecke will hoch hinaus.

Jeder hört gerne Musik, ob im Radio oder direkt vom MP3-Player. Und wer singt nicht schon einmal vor sich hin oder summt die Melodie des Lieblingssongs mit. Mit Musik ist vieles schöner und leichter. Illumination Entertainment, die Macher von „Ich – Einfach unverbesserlich“, „Minions“ und „Pets“ versüßen die Weihnachtszeit aus diesem Grunde mit dem humorvollen Musik-Animationsfilm „Sing“.

Inhalt

Schon als Kind liebte Koala Buster Moon das Theater. Jahre später ist er stolzer Besitzer eines eigenen Theaters. Doch die einst glorreichen Zeiten des Moon Theaters sind vorbei und der Koala steht kurz vor dem Ruin. Um sein Lebenswerk retten, schmiedet Moon einen Plan. Er will eine Castingshow veranstalten und so neue Talente auf seine Bühne locken. Mit Hilfe von Miss Crawly, seiner ambitionierten und uralten Assistentin, sind die Flyer zu diesem Event schnell gedruckt. Das hohe Preisgeld wirkt wie ein Magnet. Von der Schnecke bis hin zum Elefanten drängen sich die Tiere zum Vorsingen. Buster entdeckt unter den Teilnehmern große Talente: Die Stachelschweine Ash und Lance rocken die Bühne und Schwein Rosita begeistert mit Stimmtalent. Aber auch Mäuserich Mike, Gorilla Johnny und das Elefanten-Mädchen Meena hoffen auf den Sieg. Doch bevor die Show überhaupt beginnen kann, geht so einiges schief.

Rezension

Drehbuchautor Garth Jennings, der seine Erfahrungen als Regisseur von Musikvideos sammelte, setzt bei der musikalischen Untermalung des Animationsfilms auf internationale Tophits. Er weiß das Tempo der 65 Songs zu nutzen, um die Stimmungen und Emotionen der Tiere einzufangen. Von gefühlvollen R&B-Hits, Songs von David Bowie und Queen, einer Frank Sinatra-Coverversion bis hin zu ansteckenden Popnummern von Taylor Swift, Katy Perry und Lady Gaga ist für jeden Musikgeschmack das passende Stück dabei.

Komponist Joby Talbot und Musikproduzent Harvey Mason haben sich nicht nur für eine bunte Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen entschieden, sondern auch für unterschiedliche Epochen, wodurch der Film losgelöst von Zeit und Raum ist. Während die erwachsenen Besucher sich an der Songauswahl altbekannter Hits erfreuen können, lernen Kinder bisher ungehörte Songs kennen. Ähnlich wie bei einem herkömmlichen Coming-of-Age-Film, verändern sich auch bei „Sing“ die Persönlichkeiten im Fokus der Handlung. Dem angepasst, lässt sich auch eine Veränderung in den Musikstilen und Stimmlagen erkennen. Bei den verschiedenen Sequenzen kommen die unterschiedlichen Tierarten zusammen, wodurch der Film auch optisch viel zu bieten hat. Nicht nur klitzekleine Schnecken und schillernde Tintenfische haben ihren großen Auftritt, sondern auch Giraffen, Pandabärchen und Garnelen präsentieren ihr Gesangstalent.

Dank Produzentin Janet Healey und ihrem Team von Animationsspezialisten ist der Look der Tiere sehr gelungen. Jedes einzelne Tier zeichnet sich durch besondere Merkmale aus, was nicht zuletzt dem comic-haften Stil geschuldet ist. Auch die Anpassung der Tiere an die realistisch nachempfundene Stadt funktioniert bestens. Wenn Buster Moon mit einem modifizierten Fahrrad durch die Straßen fährt, bleibt kein Auge trocken. Zudem sind die Tiere mit alltäglichen Problemen behaftet, wodurch eine Identifikation mit ihnen sehr vereinfacht wird. Sing ist ein extrem witziger Animationsfilm, der mit grandiosen Darstellern, aberwitzigen Situationen und einem unglaublich heiteren Sound begeistert.

von Sandy Kolbuch

Zum Film:

Originaltitel: Arrival

Land: USA

FSK: 0

Regisseur: Garth Jennings

Sprecher: Daniel Hartwich, Klaas Heufer-Umlauf, Alexandra Maria Lara, Olli Schulz, Katharina Thalbach, Stefanie Kloß, Inscope21, Iris Berben u.a.

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