Hoffen auf ein Wunder

Wie steht es eigentlich um das Kloster Leinau? Die dort bislang lebenden und arbeitenden Mönche um Pater Klaus (Abt von St. Severin), Bruder Johannes und Bruder Georg, sind aufgrund der Tatsache der Versteiger- ung des bisher angemieteten Klostergebäudes gezwungen, bis zum 31. Januar 2010 eine neue Bleibe zu finden und zu beziehen.

In einem Gespräch mit Bruder Johannes war zu erfahren, dass eine vage Hoffnung besteht, noch rechtzeitig vor dem „Exodus" eine Lösung zu finden. Es bedarf allerdings noch weiterer intensiver Verhandlungen - und es müssten schon „mehrere Wunder geschehen", um diese Aussicht zum Erfolg zu führen, so Bruder Johannes. Ein Verbleiben in einem Teil der bisherigen Räume verbietet sich deshalb, weil fremde Mitbewohner und externe Gewerbebetriebe direkt im Kloster angesiedelt, mit den Tagesab- läufen des kirchlichen Klosterlebens, aber auch mit den Klos- terregeln der Zisterzienser nicht vereinbar sind. Derzeit wird also gepackt in St. Severin, um für das „erhoffte Wunder" gewappnet zu sein. Ein großes Problem ist das Wegbrechen der Einnahmen. Bis oder ob und wann der Klosterladen, welcher im jetzigen Gebäude in Eigenleistung erst renoviert worden war, wieder eröffnet werden kann, steht in den Sternen. Solange muss die Erzeugung der in Eigenarbeit hergestellten Produkte, wie Seifen, Kräuterbalsame und Badesalze mit Kräuterzusätzen, eingestellt bleiben. Ähnlich ergeht es dem Peruhilfswerk, das im Zusammenspiel mit dem Kloster St. Seve- rin Hilfsgüter gesammelt hat. Diese Hilfsgüter müssten „in jedem Fall ausgelagert werden", so Bruder Johannes. Dazu sucht man ebenso dringend entsprechende Räumlichkeiten in der Größenordnung von 200 Quadratmetern. Dies könnte ein aufgelassener Stall oder eine Scheune in der näheren Umgebung von Kaufbeuren sein, die als Sammelstelle dienen könnten. Wie dringend die Menschen im Hochland von Peru - in den Weißen Korddilleren und Anden -, die in vier- bis fünftausend Metern Höhe in bitterster Armut unter für uns unvorstellbaren Bedingungen leben, diese Hilfsgüter brauchen, dürfte außer Zweifel stehen. Ansprechpartner sind: Für das Kloster St. Severin, Bruder Johannes, Tel. 08346/ 921781,für das Peruhilfswerk, Martin Sutter, Tel. 08341/ 9081874. Spendenkonto Abtei St. Severin, Kontonummer 103500136, Raiba Kirchweihtal (BLZ: 73369918), Peruhilfswerk (Förderverein) Kontonummer 5587167 bei der Sparkasse Kaufbeuren (BLZ: 73450000).

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