Brücke an Spittelmühlkreuzung und Neugablonzer Brücke müssen saniert werden

Sanierungen werfen Schatten voraus

+
Die 1930 erbaute und bis 1993 drei Mal verbreiterte Brücke an der Spittelmühlkreuzung muss saniert werden.

Kaufbeuren – Die Weichen für erforderliche Sanierungen an Brückenbauten und die Neugestaltung im Umfeld des Stadttheaters sind gestellt.

Der Bau- und Umweltausschuss hat dazu in seiner letzten Sitzung grünes Licht gegeben. Die Vorschläge der Lenkungsgruppe zur Aufwertung des Wertach-Wanderweges stießen ebenfalls auf große Zustimmung und werden im Einzelnen auf ihre weitere Umsetzung geprüft. Für die Erneuerung der Fußgängerzone wurden erste Grundsatzentscheidungen gefällt und der Planung für die Neugestaltung des Theaterumfeldes zugestimmt.

Brückenbauwerke werden in regelmäßigen Abständen auf ihren Zustand überprüft. Laut Ulrich Hofmair vom Tiefbauamt sind die meisten großen Brücken im Stadtbereich zwar in relativ gutem Zustand, dennoch zeichnen sich an zwei Brücken in den nächsten Jahren erforderliche Sanierungen ab. Betroffen sind die kaum wahrgenommene Mühlbachbrücke im Bereich der Spittelmühlkreuzung und die Neugablonzer Brücke über die Wertach. In beiden Fällen entschied sich der Ausschuss einstimmig für die von der Verwaltung vorgeschlagenen wirtschaftlichsten Varianten eines Neubaus. Für die 1930 erbaute und bis 1993 drei Mal verbreiterte Brücke bedeutet dies einen Baubeginn ab 2015, dessen reine Baukosten auf derzeit 0,81 Millionen Euro geschätzt wird. Die Neugablonzer Brücke kommt erst 2020 zum Zuge. Deren Neubaukosten belaufen sich auf etwa 2,5 Millionen Euro. Weitere Entscheidungen in Sachen Osttangente könnten dann ebenfalls mit einbezogen werden. Beide Brückenbauwerke sind zu 50 Prozent förderfähig.

Aufwertung Wertach-Wanderweg

Die Aufwertung der Wertach ist seit zwölf Jahren ein erklärtes Ziel der Stadt. Im Jahre 2009 gründete sich die „Allianz Lebensraum Wertach“ unter Beteiligung mehrerer Verbände und Vereine, aus dessen Vertretern die Stadt im letzten Jahr eine Lenkungsgruppe berief. Diese stellte nun in einer umfangreichen Präsentation ihre Vorschläge zu einer attraktiveren Gestaltung des Wertach-Wanderweges vom Norden der Stadt bis zum Bärensee vor. Johann Marschall als Sprecher bezeichnete die Wertach als „Kleinod, das aus seinem Schattendasein herausgeführt“ werden müsse. Zahlreiche ehren- amtliche Mitglieder hatten innerhalb eines Jahres Ideen gesammelt und auf Machbarkeit geprüft. Dazu gehören unter anderem Anreize zu bewegungsbetonten Aktivitäten (Hängebrücke, Balancierbalken usw.) und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Bänke, Grillplatz, Ufersitzstufen) sowie Stationen mit naturschutzfachlicher Erlebnispädagogik (Vogelbeobachtungskanzel) und Schautafeln. Die Vorschläge fanden die ungeteilte Zustimmung aller Fraktionen und werden nun auf ihre stufenweise Umsetzung geprüft. Gerhard Limmer (CSU) wollte dies gerne mit einem Leader-Projekt verknüpfen, was nach Hinweis von Ralf Baur (SPD) jedoch nur im Zusammenhang mit einem Radweg möglich ist.

Fußgängerzone und Umfeld Stadttheater


Für die Aufwertung der Fußgängerzone musste bereits jetzt eine erste Grundsatzentscheidung gefällt werden. Dabei ging es sowohl um den zu überplanenden Umgriff des Bereiches von der Kaiser-Max-Straße bis zum Alleeweg mit den seitlichen Gassen und die jetzt geltende Aufhebung der Tonnagebeschränkung für den Lieferverkehr. Der Ausschuss erteilte der Verwaltung den Auftrag für die Planung, welche bis 2016 abgeschlossen sein soll. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2017 geplant. Die bisher geltende Gewichtsbeschränkung von 7,5 Tonnen für den Lieferverkehr wird bereits jetzt wegen erhöhter Nachfrage auf 18 Tonnen erhöht.Zur Neugestaltung des Umfeldes Stadttheater gehören auch der Neubau des Radweges am Graben und der Busbucht sowie der Austausch des Pflasterbelages im Rosental gegen Granitkleinsteinpflaster (wie Alleeweg). Außerdem soll der Silbernagel- garten für die Bürger geöffnet werden. Ein umfangreiches Beleuchtungskonzept ist ebenfalls Bestandteil des Plans. Die bauliche Umsetzung aller Maßnahmen soll in 2015 erfolgen, die Kosten belaufen sich auf rund 575.000 Euro.

Breitbandversorgung


Peter Igel von der städtischen Abteilung Wirtschaftsförderung berichtete über den aktuellen Sachstand der Breitbandversorgung im Kaufbeurer Stadtgebiet. Bis Ende 2014 sind durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekom mit Glasfaserkabel zwischen den Kabel- verzweigern sowie einer neuen Technologie bis zum Hausanschluss (sogenanntes Vectoring) Übertragungsraten von 50 bis 100 Mbit/s möglich. Lediglich wenige kleine Areale an den städtischen Randgebieten können damit derzeit nicht versorgt werden.

Von Wolfgang Becker
wb

Auch interessant

Meistgelesen

Festzug mit Hindernissen
Festzug mit Hindernissen
Silikon entzündet sich
Silikon entzündet sich
Stadt in festlichem Gewand
Stadt in festlichem Gewand
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental

Kommentare