Offizielle Eröffnung des 15 Millionen Euro teuren Projekts

Das neue Hotel: „Macher“ zeigen Weitblick

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Das neue Vier-Sterne-Hotel Weitblick Allgäu in Marktoberdorf wartet auf seine Gäste.
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Nach der Eröffnungsfeier in der Skyline-Bar des Hotels „Weitblick“ obenauf: Die Investoren Manfred Rietzler und Gerhard Breher (von vorn), Wirtschaftsminister Franz Pschierer, der stellvertretende Oberallgäuer Landrat Alois Ried, (rechts), die Ostallgäuer Landrätin Maria-Rita Zinnecker, MdL Angelika Schorer, MdL Klaus Holetschek (Tourismusverband Schwaben), MdL Eric Beißwanger (Sonthofen), MdB Stephan Stracke und zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig. Links Julia Lerch von der Betreiberfamilie, dahinter Kevin Breher.
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Marktoberdorf – Ein „Dreigestirn“ aus zupackenden Unternehmern bilde die Basis für das neue Hotel „Weitblick“ in Marktoberdorf. Solche Projekte seien nur zu realisieren, „wenn man Macher hat“. Dies sagte der bayerische Wirtschaftsminister Franz Pschierer vor 200 Gästen bei der offiziellen Eröffnung.

Die Worte münzte er auf die Investoren für den circa 15 Millionen Euro teuren Komplex, nämlich auf Gerhard Breher, auf Manfred Rietzler und auf Thomas Lerch. Dessen Familie ist für den Betrieb des Vier-Sterne-Hauses zuständig und weit ins Jahr 2019 hinein bereits ausgebucht.

„Wir sind das Tourismusland Nummer eins in Deutschland, und wir wollen es bleiben“, wandte sich Minister Pschierer an die Gäste, die durch drei edle Holztüren in die Konferenzräume mit den Namen Afrika, Europa und Amerika gekommen waren. Dort, wo Gäste aus mehreren Kontinenten tagen sollen, wurden die Zwischenwände geöffnet, damit für die Feier ein Saal entstehen konnte.

Ziel beim Tourismus müsse „Klasse statt Masse“ sein, fuhr der Wirtschaftsminister fort. Er sehe so wie bei dem fertiggestellten Projekt in Marktoberdorf auch anderswo noch „Potenzial im Tagungstourismus“. Der Freistaat Bayern gewähre da aus dem Topf der regionalen Wirtschaftsförderung einen Zuschuss, wenn bei Investitionen und Betrieb sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstünden und Ausbildungsplätze geschaffen würden. Eine konkrete Zahl, wie hoch die Förderung für das Hotel in Marktoberdorf ausgefallen ist, nannte Pschierer nicht. Nach Informationen des Kreisbote macht die staatliche Unterstützung dafür circa eine Million Euro aus.

„Mächtig stolz“

Er sei „mächtig stolz“, bekannte Thomas Lerch. Der Biberacher Unternehmer ist Chef des Familienbetriebes Lerch Genuss, das in den letzten Jahren expandierte, seit sechs Jahren das Panoramahotel in Oberjoch betreibt, seit kurzem auch im Festspielhaus in Füssen für die Gastronomie zuständig ist und im Sommer den Betrieb im Hotel „Weitblick“ an der Schongauer Straße in Markt­oberdorf aufgenommen hat. Schon beim „Probelauf“ ab dem 17. August habe man eine Auslastung von 90 Prozent gehabt. Ein Ausblick zeige, dass man über Monate zu 100 Prozent ausgebucht sei.

Im Hotel „Weitblick“ mit Schwerpunkt auf Erholung, Tagung und Wellness arbeiten rund 80 Beschäftigte. Die verantwortliche Frau vor Ort ist Hoteldirektorin Anna Zielke. Die Anlage auf dem 1,6 Hektar großen Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei verfügt über 98 Gästezimmer inklusive der Suiten mit gut 200 Betten. Der Wellnessbereich mit Pool, Saunen und Fitnessgeräten umfasst 2000 Quadratmeter. Zum Hotel gehören zwei Restaurants und im oberen Stockwerk eine Skyline-Bar. Für Events und Festivitäten gibt es außerdem einen Feststadel, der bis zu 250 Gäste aufnehmen kann.

Investor Manfred Rietzler, der aus Marktoberdorf stammt und seit 15 Jahren in Thailand lebt, fasste sich kurz mit seinem Lob an die ausführenden Firmen nach Vollendung des Hotelkomplexes: „Kompliment. Gut gemacht“. Er wollte freilich auch eine Lanze brechen für die Ämter, wo man um „kreative Lösungen“ bestrebt gewesen sei. Vor allem seien er und Mit­investor Gerhard Breher von der Petition an den Landtag ermutigt worden, die vom Marktoberdorfer Stadtrat einstimmig verabschiedet worden sei und bei der 2000 Bürger unterschrieben hätten.

„Breite Rückendeckung“

Gerhard Breher, Investor und Chef des gleichnamigen Bauunternehmens aus Woringen, fand eingangs der Feier anerkennende Worte für die „breite Rückendeckung“. Er erinnerte auch daran, wie er mit dem früheren Landrat Johann Fleschhut auf Achse war wegen einer Standortsuche für ein Hotel. Das Areal an der Schongauer Straße am Marktoberdorfer Stadtrand habe ihm zugesagt. Der Kontakt zu Manfred Rietzler, der das Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei gekauft hatte, sei schnell hergestellt worden. Breher und Rietzler sind zu gleichen Teilen die Investoren der neuen Hotelanlage.

Die Bauzeit betrug knapp zwei Jahre. In Spitzenzeiten waren bis zu 35 Handwerker der Firma Breher auf der Baustelle; insgesamt waren 35 Firmen beteiligt. In dem Komplex wurden 100.000 Meter Stromkabel und 11.000 Meter Rohre verlegt, wie Bauleiter Kevin Breher, Sohn des Investors, vor den Gästen der Eröffnungsfeier erwähnte. Heizungsbauer Toni Urlbauer (Görisried) erklärte gegenüber dem Kreisbote, dass ein Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt. Es liefere 600.000 Kilowattstunden Strom. Das entspreche dem Jahresverbrauch von 150 Einfamilienhäusern.

Grußworte sprachen Landrätin Maria Rita Zinnecker („Der neueste Hotel-Stern im Ostallgäu“), MdL Angelika Schorer („Als Wirtschaftsstandort brauchen wir dieses Hotel“), MdB Stephan Stracke („Ein neues Aushängeschild“) und Marktoberdorfs zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig, der einen lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen sah. Pfarrer Klaus Kinkel von der evangelischen Gemeinde und Stadtpfarrer Wolfgang Schilling (PG Marktoberdorf) spendeten den kirchlichen Segen für das Haus, aber auch für die Mitarbeiter und die Gäste.

jj

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